Bunte Suppen aus frischem Bio-Gemüse

Die einen mögen nur gebundene, die anderen keine Hühner- oder nur Rindssuppe. Für jeden Geschmack gerüstet hat sich ein Suppenlokal in der St. Pöltner Innenstadt: Zwei junge Frauen bieten Suppen und Currys, jeden Tag auch eine vegane Variante. Alles Bio, alles frisch gekocht.

Jeden Donnerstag und Samstag gibt es in St. Pölten einen großen Markt. Hier kann man frische Lebensmittel für das Mittagessen kaufen. Oder man lässt sie von einem Bio-Bauern der Region direkt liefern. So wie es die zwei Inhaberinnen vom Supperiör in St. Pölten oft machen.

Suppenküche St. Pölten

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Mareike Aram und Johanna Ruthner führen das „Supperiör“ in St. Pölten

Nachhaltiges Essen und Design

Die Geschäftsführerinnen Johanna Ruthner und Mareike Aram legen viel Wert auf Nachhaltigkeit, deshalb gibt es in ihrem Restaurant keine Wegwerf-Verpackungen. Das Essen wird im Pfandglas ausgegeben und mit dem Fahrrad auf fixierten Routen ausgeliefert. Außerdem gibt es Designerware von Österreichischen Designern zu kaufen: „Wir haben 100 Prozent Bio-Suppen und Eintöpfe. Jeden Tag von Montag bis Freitag gibt es drei Speisen zur Auswahl. Und man kann bei uns österreichisches Deisgn kaufen. Wenn einem zum Beispiel der Stuhl, auf dem man sitzt, gefällt, kann man ihn käuflich erwerben“, so Geschäftsführerin Mareike Aram.

Suppenküche St. Pölten

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Am Speiseplan stehen eine vegane Karotten-Kokos-Suppe und eine vegetarische Zucchini-Salbei-Suppe

Auf dem heutigen Speiseplan stehen zwei Suppen. Zunächst eine vegane Karotten-Kokos-Suppe.

Zutaten

  • Olivenöl
  • Zwiebel
  • Knoblauch
  • Karotten
  • Erdäpfel
  • Salz
  • Pfeffer
  • Suppenwürze
  • Kokosmilch

Zubereitung

Zwiebel in Olivenöl andünsten, Knoblauch beimengen. Karotten in Scheiben schneiden und dazugeben. Ein paar grob geschnittene Erdäpfel zum Binden in den Topf geben. Mit Wasser aufgießen. Das Wasser nach Belieben einsetzen - die einen mögen die Suppe dicker, die anderen eher dünner. Etwa 15 Minuten kochen lassen, bis die Zutaten weich sind. Dann pürieren und mit Salz, Pfeffer und Suppenwürze abschmecken.

Am Schluss gibt man einen Schuss Kokosmilch in die vegane Suppe: „Ich bin kein Fan von Soja-Ersatzprodukten. Wir kochen vegan ohne Soja. Von dem her bietet sich Kokosmilch an, um eine Cremigkeit zu erreichen, die sonst mit Schlagobers hergestellt wird“, so die zweite Geschäftsfüherein und Köchin Johanna Ruthner.

Während die orangefarbene Suppe vor sich hin köchelt, wird die zweite Suppe vorbereitet: Eine Zucchini-Salbei-Suppe.

Zutaten

  • Olivenöl
  • Zwiebel
  • Knoblauch
  • Erdäpfel
  • Zucchini
  • Salz
  • Pfeffer
  • Suppenwürze
  • Salbei getrocknet oder frisch

Zubereitung

Zwiebel in Olivenöl andünsten, Knoblauch beimengen, geschnittene Erdäpfel und Zucchini dazugeben. Mit Wasser aufgießen und köcheln lassen. Die Suppe pürieren und mit Salz, Pfeffer und Suppenwürze abschmecken. „Wir verwenden Suppenwürze ohne Hefe, ohne Zucker und ohne Glutamat. Das ist nur getrocknetes Gemüse und Kräuter“, so Ruthner. Jetzt noch ein wenig Schlagobers einrühren und getrocknete oder frische Salbeiblätter mitpürieren. „Salbei passt sich gut an die Zucchini an, muss ich sagen. Es macht das ganze ein bissl mediterran“, so die junge Köchin, die eigentlich Architektur studiert hat.

Suppenküche St. Pölten

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Diese Suppenwürze ist ohne Hefe, ohne Zucker und ohne Glutamat

Rühren im Uhrzeigersinn

Johanna rührt ihre Speisen übrigens ausschließlich im Uhrzeigersinn um: „Meine Mama hat mir erklärt, dass ihre Mama das schon gemacht hat und ihre Oma und die Großtante auch schon. Ich glaube, das hat eher mit der guten Energie zu tun, die man da mitgibt. Und mit der Tradition.“ Gute Energie kann man beim Essen schließlich immer brauchen. Am Schluss die Suppen schön anrichten und mit zwei Scheiben Bio-Brot servieren. Übrigens: Wenn im Supperiör etwas übrig bleibt, dann wird das Essen an Freunde, Familienmitglieder oder karitative Einrichtungen verteilt.