Teilnehmerin des ESC 2025 auf dem türkisen Teppich
Alma Bengtson/EBU
Extravagante Kostüme sind bei der Opening Ceremony üblich

Türkiser Teppich, große Bühne

Seit 2009 markiert die Opening Ceremony den offiziellen Auftakt zur ESC-Woche. Seither ist dieser Event stetig gewachsen – größer, spektakulärer, glanzvoller. In genau 100 Tagen ist es so weit: Der türkisfarbene Teppich wird vor dem Rathaus ausgerollt, und Song-Contest-Fans dürfen sich auf jede Menge Glamour freuen.

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Die Zeiten, in denen der Eurovision Song Contest nur aus einer einzigen Samstagabendshow bestand, sind längst vorbei. Spätestens mit der Einführung von zwei Halbfinalen im Jahr 2004 wurde der Bewerb zu einem mehrtägigen Ereignis. Der Startschuss für diese Woche fällt seit einigen Jahren mit der sogenannten Opening Ceremony.

Ihre Premiere feierte die Zeremonie 2009 in Moskau. Traditionell findet sie am Sonntag vor dem Finale statt und bietet der gastgebenden Stadt die perfekte Bühne, um sich international zu präsentieren. Heuer geht die Opening Ceremony am 10. Mai im Wiener Rathaus über die Bühne. Gleichzeitig öffnet auch das Eurovision Village am Rathausplatz seine Tore: Bis 17. Mai gibt es dort bei freiem Eintritt täglich Live-Acts und Programm für Fans.

Worum geht’s in der Opening Ceremony?

Im Zentrum der Veranstaltung steht die offizielle Begrüßung der Delegationen durch den Bürgermeister der Host City und die Executive Producer des ESC. Erwartet werden alle teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler, die den Anlass gerne für besonders auffällige Outfits nutzen. Österreichs Sieger JJ sorgte im Vorjahr in Basel für Aufsehen: Er erschien in einer eigens entworfenen Kreation der heimischen Designerin Jennifer Milleder – einem Nadelstreifenanzug kombiniert mit schwarzen Papierbooten.

JJ im schwarzen Anzug auf dem türkisen Teppich der Opening Ceremony in Basel
Alma Bengtson/EBU
JJs Outfit mit den schwarzen Papierbooten war von seinem Bühnenauftritt inspiriert

Ergänzt wird die Zeremonie durch prominente Gäste, darunter die Moderatorinnen und Moderatoren des Wettbewerbs sowie frühere Gewinnerinnen und Gewinner. Gemeinsam schreiten sie über den türkisfarbenen Teppich, posieren für Fans und Medien und sorgen für den ersten großen ESC-Moment der Woche. Übrigens: Der Teppich war nicht immer türkis – seine Farbgeschichte reicht von Rot über Pink und Blau bis Orange. Erst 2021 erhielt er seine heutige Farbe, als Anspielung auf einen der Hauptsponsoren des Song Contests.

Jedes Jahr glamouröser

Seit ihrer Einführung hat sich die Opening Ceremony kontinuierlich weiterentwickelt. Ein besonders spektakuläres Beispiel lieferte Basel: Dort erstreckte sich der türkise Teppich über 1,3 Kilometer quer durch die Altstadt. Die Delegationen wurden unter anderem mit historischen Straßenbahnen und Bussen zum Rathaus gebracht.

Die Messlatte liegt also hoch für Wien. Welche Highlights am 10. Mai rund um und im Rathaus geplant sind, ist noch nicht im Detail bekannt. Fest steht jedoch: Die Opening Ceremony wird den glanzvollen Auftakt zu einer noch glanzvolleren Eurovision-Song-Contest-Woche bilden.

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