
Dok 1
Ja darf man das? Der schmale Grat zwischen Recht und Unrecht
Hanno Settele begibt sich auf eine Reise durch die gesetzlichen Grauzonen des Alltags – dorthin, wo Regeln zwar existieren, aber selten klar erkennbar sind. Zwischen erlaubt und verboten liegt oft ein dichter Nebel aus Halbwissen, Bauchgefühl und gut gemeinten Irrtümern.

Ob im Straßenverkehr, im Streit mit der Polizei, im Umgang mit Nachbarn oder in akuten Notfällen: Wir reagieren instinktiv oder in der festen Überzeugung, richtig zu handeln. Doch sind wir dabei wirklich rechtschaffene Bürgerinnen und Bürger – oder eigentlich schon Rechtsbrecher?

Darf ich für einen Frosch abrupt bremsen, wenn hinter mir ein Auto fährt? Was darf ich zu einem Polizisten sagen, ohne eine Anzeige zu riskieren? Darf ich eine Drohne, die über meinem Garten schwebt, mit Gewalt vom Himmel holen? Und was ist, wenn ein Mann im Notfall das Damenklo benutzt?

Der Film beleuchtet viele solcher Fragen auch aus persönlichen Blickwinkeln: In Oberösterreich treffen wir dafür den Jaguar-Sammler Egmont Wimmeder, der ganz selbstverständlich Tempolimits überschreitet oder während der Autofahrt sein Mittagessen verzehrt.

Beim Spinnen- und Schlangensammler Sascha aus Wien Favoriten stoßen dessen Tiere bei den Nachbarn nicht auf Begeisterung. Könnten die rechtlich gegen giftige Schlangen und Spinnen in der Nachbarwohnung vorgehen?

Wir begleiten den Privatdetektiv Markus Schwaiger auf Observation und wollen wissen, ob man den eigenen Ehepartner überwachen lassen darf.
Von der Bergrettung St. Gilgen erfahren wir, welche rechtlichen und finanziellen Folgen ein unvorsichtiges Bergabenteuer mit schlechter Ausrüstung haben kann.

Weil man bei all diesen Fragen schnell falsch liegen kann, holt sich Hanno Settele Unterstützung von Strafverteidiger Zaid Rauf, der Spezialistin für Streitschlichtung Elisabeth Zick und der Familienrechtsexpertin Katharina Braun.

Gemeinsam versuchen sie, Licht in den Nebel der Regeln zu bringen. Und zu zeigen, wie schnell man sich im Alltag zwischen legal, illegal und „eh egal“ bewegen kann. Ein Film über die überraschenden Grenzen des Erlaubten.