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Im Bild: Hanno Settele vor einem modernen Pfandautomaten.

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Pfandtastisch? Ein Jahr Plastik-Pfand

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Hanno Settele zieht Bilanz. Hat das neue Pfandsystem gehalten, was es verspicht?

Seit 1. Jänner 2025 gibt es in Österreich erstmals ein landesweites Einwegpfandsystem auf Plastikflaschen und Dosen. Ein Jahr später zieht die Dok 1 Bilanz eines Systems: Hat das Pfand gehalten, was es versprochen hat? Und wurden die Ziele erreicht? Wie beliebt oder unbeliebt ist das neue Pfandsystem in der Bevölkerung?

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Im Bild: Hanno Settele besucht Christian Strasser in einer Recyclinganlage. Hier in der Anlage im burgenländischen Müllendorf werden aus 31.000 Tonnen verarbeitetem Material etwa 1,6 Milliarden Flaschen. Hier sitzen beide auf Ballen voller gepresster und farblich sortierter PET-Flaschen.

53 Jahre nach der Erfindung der PET-Flasche ist Österreich spät dran mit einem Pfandsystem. Doch der Druck aus Brüssel war groß – die EU verlangt bis 2029 eine Sammelquote von 90 Prozent. In der Theorie soll das Pfand helfen, Plastikmüll zu reduzieren und eine Kreislaufwirtschaft zu fördern. In der Praxis zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild: volle Automaten, verärgerte Konsumenten, aber auch neue Ideen und technische Innovationen.

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Im Bild: Hanno unterhält sich mit Umweltjuristin Julia Fitz von der AK Wien über die Beschwerden, die sie von KonsumentInnen über das neue Pfandsystem erhalten haben.

Die Dokumentation begleitet Menschen, die das System täglich erleben – vom Supermarkt bis zur Sortier- und Recyclinganlage. Umweltjuristin Judith Fitz von der AK Wien berichtet von den häufigsten Konsumentenbeschwerden: defekte Automaten, verweigerte Barauszahlungen, unklare Regeln. Gleichzeitig zeigt das Start-up „Pfandabär“, dass Rückgabe auch digital, bequem und innovativ funktionieren kann.

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Im Bild: Hanno Settele trifft im Tiergarten Schönbrunn auf Noah Matznetter und Raphael Thiele. Sie haben das Start Up „Pfandabär“, gegründet und einen modernen, digitalen Automaten erschaffen, der das Geld direkt aufs Konto überweist.

In burgenländischen Müllendorf blicken wir hinter die Kulissen, was passiert, wenn das Einwegpfand den Supermarkt verlässt. Wir schauen uns den Ablauf in einer Sortieranlage und Recyclinganlage an und Experten wie Recyclingberater Christian Abl und Peter Beigl von der BOKU Wien erklären Chancen, Schwächen und Widersprüche des Systems: ökologischer Fortschritt oder wirtschaftliches Monopol?

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Im Bild: Hanno Settele unterhält sich mit Monika Fiala über das neue Einwegpfandsystem. Sie ist die Geschäftsführerin der gemeinnützige Gesellschaft Recycling Pfand Österreich, kurz EWP, diese ist zuständig für Organisation und Verwaltung des Systems.

Auch Monika Fiala, Geschäftsführerin der EWP Recycling Pfand Österreich gGmbH, die das Pfandsystem zentral steuert, kommt zu Wort – sie sieht darin einen großen Schritt in Richtung echter Kreislaufwirtschaft.

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Im Bild: Sebastian Neuschler: Gastronom und Würstelstandbesitzer. Als er hörte, das neue Pfandsystem kommt, hat er einfach sein eigenes System aufgebaut: Er hat komplett auf Glasflaschen umgestellt, verzichtet also auf PET Flaschen und Aludosen.

Auch kleine Betriebe kommen zu Wort: Sebastian Neuschler, Wiener Würstelstand-Betreiber, er hat komplett auf Glasflaschen umgestellt – aus Platzmangel und Pragmatismus.

Bäcker Franz Fenzl aus Linz-Urfahr schildert, wie das Pfand neue Bürokratie und Logistikprobleme für seinen Betrieb und seine Mitarbeiter schafft. Und schließlich erzählt Pfandsammler Johannes Seidl, wie sich sein Alltag durch die neuen Pfandringe verändert hat – und dass das Pfand für manche zur Existenzgrundlage wurde.

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Im Bild: Hanno Settele trifft Pfandsammler Johannes Seidl. Eigentlich verkauft er eine Straßenzeitung in Linz, verbessert sich aber sein Einkommen mit Pfandsammeln auf. Ungefähr 80 Euro kann er so pro Monat dazuverdienen.

Wie das Pfand in privaten Haushalten ankommt, zeigen Nadja Winkler und ihr Partner Michael Auferbauer aus Stockerau. Vor dem Start des Pfands hortete er 500 pfandfreie Wasserflaschen, um „möglichst lange ohne Pfand auszukommen“. Im Sommer war der Vorrat aufgebraucht, seither stapeln sich Flaschen und Dosen in der Wohnung.

„Ein Jahr Einwegpfand“ ist eine journalistische Spurensuche entlang der neuen Kreislaufwirtschaft. Zwischen Idealismus, Innovation und Alltag zeigt diese Dok 1, was das Pfand tatsächlich verändert hat – und wo Österreich nachjustieren muss, damit aus gut gemeint auch gut gemacht wird.