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ORF/Neulandfilm/Benny Paya
Im Bild: Lisa Gadenstätter mit Ex-Abfahrer Hans Grugger. Nach seinem schweren Sturz auf der Streif hat der 43jährige die Matura nachgeholt, die Studienberechtigungsprüfung gemacht und unterrichtet jetzt an der Sportmittelschule in Ebensee Sport und Geografie.

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Nach dem Sturz - Die Opfer der Streif

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Mit dem Start der neuen Weltcup-Saison ist auch die Sicherheitsdiskussion im Skizirkus neu entbrannt. Verschärft wurde sie durch zuletzt brutale Stürze und durch tragische Todesfälle. Der Italiener Matteo Franzoso stirbt beim Training in Chile. Die 19-jährige Matilde Lorenzi erliegt ihren Verletzungen nach einem Trainingssturz am Schnalstaler Gletscher in Südtirol. 

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Im Bild: Dok1-Moderatorin Lisa Gadenstätter mit Flugretter Stefan Pichlsberger und Hannes Grander von der ÖAMTC Flugrettung.

In der Woche der Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel mit der legendären Streif-Abfahrt stellt sich Lisa Gadenstätter in ihrer neuen Dok 1 die Frage, was nach einem schweren Sturz passiert. Welche Erinnerungen haben die Fahrer? Was wird getan, um das Risiko auf der Streif so gering wie möglich zu halten? Und welches ausgeklügelte Rettungssystem steckt hinter der gefährlichsten Abfahrt der Welt?

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Im Bild: Lisa Gadenstätter mit Athleten-Trainer Marcus Hirschbiel. Er arbeitet mit Jacob Schramm seit 9 Monaten am Comeback.

Lisa trifft drei Athleten, die auf der Streif schwer gestürzt sind: Der Deutsche Jacob Schramm, der Österreicher Hans Grugger und der Schweizer Daniel Albrecht lassen Lisa in ihr Leben nach dem Sturz blicken.   

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Im Bild: Lisa Gadenstätter mit dem deutschen Abfahrer Jacob Schramm in Berchtesgaden. Dort ist Jacob Schramm zur Schule gegangen und kämpft jetzt um seine Rückkehr in den Skizirkus.

Der 26-jährige Jacob Schramm zieht sich im Training auf der Streif 2025 eine komplexe Knieverletzung zu. In beiden Knien reißen die Kreuzbänder, das linke Knie luxiert, Seitenbänder und Muskelstrukturen reißen. Die ersten Wochen sitzt Jacob im Rollstuhl. Lisa trifft ihn beim Athleten-Training in Berchtesgaden und erfährt, wie hart der Weg zurück ist.

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Im Bild: Von der Piste in den Turnsaal. Ex-Abfahrer Hans Grugger an seiner neuen Wirkungsstätte. In der Sportmittelschule Ebensee im Salzkammergut. Hier unterrichtet er seit 4 Jahren Sport und Geografie.

Der Österreicher Hans Grugger verunglückt 2011 lebensbedrohlich in der Mausefalle. Nach einer mehrstündigen Notoperation wird er in ein künstliches Koma versetzt. Lisa Gadenstätter trifft Grugger in seinem Zuhause in Bad Ischl. Der 43-Jährige erzählt über die schwere Zeit der Genesung, seine Konzentrationsprobleme und wie er es geschafft hat, Matura und Studienberechtigungsprüfung nachzuholen. Heute ist Hans Grugger Lehrer für Geografie und Sport in der Sportmittelschule Ebensee.

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Im Bild: Der Schweizer Ex-Abfahrer Daniel Albrecht vor seinem Haus in Fiesch im Wallis. Nach seinem Sturz auf der Streif lag er 3 Wochen im künstlichen Koma. Nach dem Aufwachen musste er alles neu erlernen.

Der Schweizer Daniel Albrecht hätte 2009 die Fahrt auf der Streif ebenfalls beinahe mit seinem Leben bezahlt. Albrecht knallt nach einem 70 Meter weiten Zielsprung brutal auf die Piste, liegt drei Wochen mit einem Schädel-Hirn-Trauma im künstlichen Koma. Wie ein Kleinkind muss er danach alles neu erlernen.

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Im Bild: Lisa Gadenstätter und Daniel Albrecht auf dem Balkon seines Hauses in Fiesch in der Schweiz. Der ehemalige Abfahrer hat mit Lisa über seinen Sturz und den harten Weg zurück ins Leben gesprochen.

Lisa Gadenstätter besucht den 42-Jährigen in seinem Heimatort Fiesch in der Schweiz. In seiner neuen Karriere steckt Albrecht seinen Ehrgeiz in den Bau nachhaltiger Häuser. Mit seinen sogenannten Mondhäusern, die komplett aus regionalem Holz bestehen und bei abnehmendem Mond geschlagen wurden, hat er sich einen Traum erfüllt.

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Im Bild: Bei der Mausefalle vermisst Lisa Gadenstätter mit Professor Kurt Schindelwig von der Universität Innsbruck den Sprung. Seit 4 Jahren ist der Professor im Auftrag der FIS auf der Streif im Einsatz. Ergeben seine Berechnungen, dass ein Sprung zu gefährlich ist, dann wird er vom Pistenteam entschärft.

Außerdem stellt sich Lisa Gadenstätter die Frage: wie kann man Pisten noch sicherer machen? Kitzbühel gilt als Vorzeigebeispiel in Sachen Sicherheit. Das zeigt sich Lisa auch bei einem exklusiven Blick hinter die Kulissen der Sicherheitsgeneralprobe in Kitzbühel. Und sie ist bei einer besonderen Vermessung dabei. Kurt Schindelwig von der Universität Innsbruck vermisst im Auftrag der FIS im Vorfeld der Streif alle Sprünge, um ihre Weite zu berechnen. Ist die Gefahr für die Athleten zu groß, dann greift das Pistenteam ein und entschärft.

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Im Bild: Lisa Gadenstätter trifft Jan Überall, den Generalsekretär des Kitzbüheler Skiclubs. Mit ihm spricht sie über das Thema Sicherheit, bekommt Einblicke in die schwierige Arbeit und erfährt, welche Versorgung der Athlet nach einem Sturz erhält.


Aber was ist mit den anderen Strecken? Lisa Gadenstätter spricht mit dem internationalen Skiverband FIS über die allgemeine Sicherheitslage. Denn vor allem nach dem tragischen Todesfall des Italieners Matteo Franzoso beim Training in Chile, wird die Kritik an den Sicherheitsstandards im Skizirkus immer stärker. Welche Verantwortung kommt hier auf die FIS und die nationalen Verbände zu? Welche Neuerungen im Sicherheitsbereich sind geplant und wie berechtigt ist die Kritik, die FIS würde hier zu langsam reagieren?

Zum Schluss der Dok 1 kommt es dann noch zu einer emotionalen Begegnung. Hans Grugger trifft auf den behandelnden Notarzt, der ihm vor 15 Jahren auf der Streif das Leben gerettet hat.