
Dok 1
Wir geloben! Wie sich das Heer in Stellung bringt
Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine ist Krieg wieder Realität in Europa. Mit dem Iran als zusätzlichem Krisenherd wächst auch in Österreich der Druck, die eigene Landesverteidigung neu zu denken.
In den kommenden Jahren sollen Milliarden Euro in die Aufrüstung fließen. Gleichzeitig steht eine Reform des Grundwehrdienstes im Raum: Schon ab 2027 könnte dieser von sechs auf acht Monate verlängert werden.

Doch bringt das tatsächlich mehr Sicherheit oder ist es vor allem eine Belastung für junge Menschen und ein kostspieliger Reflex auf eine unsichere Welt? Was würde eine Reform konkret verändern? Wie gut sind Grundwehrdiener heute ausgebildet? Und wären sie im Ernstfall wirklich bereit, zur Waffe zu greifen?

Dok-1-Host Lisa Gadenstätter fährt unter anderem nach Güssing im Burgenland. Hier werden Panzer für einen Einsatz vorbereitet. Ein Jägerbataillon arbeitet dabei mit jungen Rekruten zusammen, die Übung ist Teil ihrer Ausbildung.

Schnell wird klar: Komplexe Manöver brauchen Erfahrung. Die Ausbildner sind deshalb überzeugt, dass ein längerer Grundwehrdienst dringend notwendig ist. Doch was bedeutet das für die Rekruten? Wie stehen sie selbst zu einer Verlängerung?

Militärexperte Generalleutnant Bruno Hofbauer fordern ein Umdenken: Die Miliz müsse gestärkt werden. Nur durch verpflichtende und regelmäßige Übungen nach dem Grundwehrdienst könnten erlernte Fähigkeiten erhalten bleiben. Doch wie realistisch ist das? Und sind die jungen Soldaten überhaupt bereit, im Ernstfall für ihr Land zu kämpfen?

Lisa Gadenstätter begibt sich auf Spurensuche: Sie begleitet Grundwehrdiener und Milizsoldaten in ihrem Alltag, spricht mit Experten und will wissen, ob Österreich durch die angedachten Reformen wirklich sicherer wird.

Eine Dok1 über die Zukunft der Landesverteidigung - zwischen alten Gewissheiten, neuen Gefahren und der Frage: Was passiert, wenn aus Bedrohung Realität wird?
