ORF/BR-Film von Wolfgang Murnberger über die Südtiroler Bergsteigerlegende mit Tobias Moretti als Luis Trenker
Berge, Ehrgeiz, Liebe, Eifersucht und der Kampf um den persönlichen Erfolg bestimmen den Spannungsbogen von „Luis Trenker – Der schmale Grat der Wahrheit“.
Nach einem Drehbuch von Peter Probst erzählt Wolfgang Murnberger im Dacapo des ORF/BR-Films die Geschichte der Südtiroler Bergsteigerlegende Luis Trenker – dargestellt von Tobias Moretti. Im Zentrum der Geschichte von und um Luis Trenker steht die konfliktreiche Dreiecksbeziehung zwischen ihm, der ehrgeizigen und attraktiven Leni Riefenstahl und seinem Freund und späteren Konkurrenten, dem Regisseur Arnold Fanck.
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Luis Trenker, Südtiroler Bergsteigerlegende, Schauspieler und Regisseur, reist im Sommer 1948 zu den Filmfestspielen nach Venedig. Er will die Tagebücher Eva Brauns, die sie ihm angeblich in den letzten Kriegstagen in Kitzbühel anvertraut hat, dem amerikanischen Hollywood-Agenten Paul Kohner (Anatole Taubman) zur Verfilmung anbieten. Gleichzeitig wird vor dem Münchner Landgericht die Echtheit dieser Tagebücher verhandelt. Die Regisseurin Leni Riefenstahl (Brigitte Hobmeier) fühlt sich durch die darin enthaltene Andeutung, sie sei Hitlers Geliebte gewesen, verunglimpft und tritt als Nebenklägerin auf. Sie unterstellt ihrem Exgeliebten Luis Trenker, die Tagebücher aus Rache und Eifersucht gefälscht und in Umlauf gebracht zu haben, um sie als Mätresse des Führers zu diskreditieren.
In Rückblenden wird die Geschichte zweier Opportunisten erzählt, die sich, besessen vom Willen nach künstlerischem Erfolg, instrumentalisieren ließen.
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Luis Trenker, zuerst gefördert von seinen Bewunderern Goebbels (Arndt Schwering-Sohnrey) und Hitler, war mit Filmen wie „Der Rebell“ und „Der verlorene Sohn“ zum Star des deutschen Kinos avanciert. Aber die Abhängigkeiten, in die er sich begeben hatte, wurden für Trenker zu einem langsamen Abstieg, von dem er sich auch nach Kriegsende nie mehr ganz erholen sollte.