
Am Schauplatz
Der Traum vom Haus
Wie sich Menschen mit kreativen Strategien den Traum vom Einfamilienhaus erfüllen
Hausbaukosten explodieren, Baugründe sind rar und auch Kredite bekommt man nicht mehr leicht. Der Traum vom Haus scheint ausgeträumt. Der Preis für ein Einfamilienhaus hat sich in den letzten fünfzehn Jahren mehr als verdoppelt. Dabei ist die Wohnform „Einfamilienhaus“ immer noch Lebensziel vieler Österreicher und Österreicherinnen. Laut Ö3-Jugendstudie wünschen sich rund 80% der jungen Menschen eine Zukunft im Eigenheim.

Einige versuchen sich den Traum vom Eigenheim trotz misslicher Rahmenbedingungen doch noch zu erfüllen, teils mit kreativen Strategien. Auf einer Versteigerung von Baumaterialien treffen wir Anton Auer. Er will beweisen, dass man mit einigen Tricks ein Haus um unter 100.000 Euro bauen kann. „Wenn du Materialen ersteigerst und viel selbst machst, kann das jeder. Es dauert halt einfach länger.“ Wir fragen uns, ob das gelingen kann und begleiten den Bau seines Einfamilienhauses im Waldviertel.

Doch was passiert, wenn die finanzielle Belastung wächst, wenn man alles auf eine Karte gesetzt hat und das Glück im Eigenheim zur Belastungsprobe wird? Seit fünf Jahren lebt Nicole Bauer auf einer Baustelle. Die Umzugskartons hat sie immer noch nicht ausgepackt. Sie sagt: „Ich habe mich einfach total überschätzt. Ich habe fast kein Geld mehr, um weiterzumachen.“ Immer neue unerwartete Baumängel und Zusatzkosten hätten ihr Budget weitgehend aufgebraucht.

Am Schauplatz-Reporter*innen Kim Kadlec und Leon Hoffmann-Ostenhof begleiten Menschen auf ihrem Weg zu den eigenen vier Wänden. Eine Reportage über Hoffnungen, Herausforderungen und die Frage: Wer kann sich das Eigenheim heute noch leisten?