
Albertina - Eine Sammlung schreibt Geschichte
Die Albertina in Wien zählt zu den bedeutendsten Kunstsammlungen Europas. Anlässlich des 250-jährigen Jubiläums der Sammlung beleuchtet die neue Dokumentation „Albertina – Eine Sammlung schreibt Geschichte“ von Regisseurin Katalin Hanappi die Entstehung und Entwicklung einer der größten Grafiksammlungen der Welt und gewährt außergewöhnliche Einblicke hinter die Kulissen der renommierten Institution.

Was sich 1776 in der privaten Sammelleidenschaft von Erzherzogin Marie Christine von Österreich und Herzog Albert von Sachsen-Teschen begründete, entwickelte sich über die Jahrhunderte zu einem Museum mit heute mehr als einer Million Werken.

Von Albrecht Dürers legendärem „Feldhasen" über Selbstporträts von Rembrandt bis hin zu Meisterwerken von Picasso und Monet – die Bestände der Albertina umfassen über 600 Jahre Kunstgeschichte von der Spätgotik bis zur Gegenwart.

Der Film führt auch durch Bereiche, die dem Publikum normalerweise verborgen bleiben, wie den unterirdischen Tiefspeicher mit seinem hochmodernen Robotersystem, zeigt den Auf- und Abbau von Ausstellungen und gewährt Einblicke in die Restaurierungswerkstätten, in denen auch mit historischen Werkstoffen, wie zum Beispiel Stachelschwein-Stacheln und Stör-Klebstoff gearbeitet wird.

Restaurator:innen, Kurator:innen und Kunsthistoriker geben Einblick in ihre Arbeit - vom Entrahmen empfindlicher Aquarelle bis zur mikroskopischen Entschlüsselung einer Miniatur-Signatur, vom behutsamen Neuaufspannen eines Gemäldes bis zur Analyse des berühmten Feldhasen, dessen Geheimnisse bis heute nicht restlos gelüftet sind.

Generaldirektor Ralph Gleis,

Kuratorin Elsy Lahner,

Kurator Christof Metzger

und Restaurierungsleiterin Eva Glück

führen durch ein Haus, das sich zwischen historischem Erbe und zeitgenössischer Kunst bewegt: von den Prunksälen in der Wiener Innenstadt über die Albertina Modern am Karlsplatz bis zum Standort Klosterneuburg.

Besonderes Augenmerk liegt dabei auch auf der Sichtbarmachung weiblicher Kunstschaffender – ein später, aber konsequenter Versuch, jahrhundertelange Lücken der Kunstgeschichte zu schließen.
Die Dokumentation zeigt eine lebendige Institution, die ihre Sammlung nicht nur bewahrt, sondern mit dem Blick in die Zukunft täglich weiterentwickelt – ein Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart in stetigem Dialog stehen.