Unendliche Universen
„Möge die Macht mit uns sein“, das sagte nicht nur Yedi-Meister Yoda, das dachte sich wohl auch „Star Wars“ Erfinder George Lucas. Nach dem milliardenschweren Verkauf seines Imperiums um kolportierte eineinhalb Milliarden US Dollar an Walt Disney ließ er ein spaciges Raumschiff direkt in Los Angeles landen.

Das „Lucas Museum für die Kunst des Geschichtenerzählens“ ist eine futuristische Architektur, die nicht nur die Herzen der Star Wars Fans höherschlagen lässt. Für die legendären Figuren aus dem Star Wars Universum, etwa Anakin Skywalker, Darth Vader oder Obi-Wan Kenobi hat der chinesische Architekt Ma Yansong gemeinsam mit seinem „MAD Architects“ Büro zwei gigantische Ellipsoide zu einem elegant geschwungenen Raumschiff á la „Millenium Falcon“ verschmolzen. Ein Bauwerk mit 91.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, die auf fünf Stockwerken verteilt ist.

Neben Anakin Skywalkers originalem Raumflitzer beherbergt die Forschungsstätte 30.000 Publikationen zu nahezu allen Filmideen, die den Entstehungsprozess der Lucas Epen nachvollziehen lassen. In der Herzkammer des Erzählens werden originale Kostüme und Modelle samt spektakulärer Stage Designs präsentiert.

Und George Lucas stellt hier auch seine Kunstsammlung aus. Seit mehr als 50 Jahren sammelt der heute 82-jährige Kalifornier mit Hingabe.

Die Fülle an Originalen, die der Kunst Connaisseur auf Auktionen, im Ankauf anderer Sammlungen oder von Hollywood-Freunden wie Steven Spielberg oder Woody Harrelson erworben hat ist erstaunlich: von Artemisia Gentileschi bis Frida Kahlo, von Lukas Cranach über Carl Spitzweg bis zu den farbenfrohen Darstellungen aus dem Asterix – & Obelix Universum. Bilder aus „Persepolis“, der jüngst verstorbenen Comiczeichnerin und Filmemacherin Marjana Satrapi, hängen neben jenen von „Fritz The Cat“-Erfinder Robert Crumb. Und selbst der Garten ist mit einer kuriosen Mischung aus überlebensgroßen Protagonisten seiner Filme besiedelt.

Der kulturMONTAG mit einem Parforceritt durch die unendlichen Universen des George-Lucas-Museums.
TV-Beitrag: Christophe Kohl