Erinnerung an eine Rebellin

Zum Tod von Erni Mangold

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Erni Mangold war eine der markantesten Schauspielerinnen des Wiener Theaters und des österreichischen Kinos: Am Samstag ist der Publikumsliebling im Alter 99 Jahren gestorben. Seit den 1940er Jahren stand die gebürtige Niederösterreicherin auf der Bühne, in rund 100 Film- und Fernseh-Produktionen hat Mangold mitgewirkt.

Erni Mangold in "Harold and Maud"
ORF

Erst vor neun Jahren beendete sie ihre Karriere mit dem Stück „Harold und Maude“ im Theater in der Josefstadt. Während sie als junge Schauspielerin vorrangig als Blickfang und Verführerin besetzt war, entwickelte sie sich im Laufe ihres Lebens zur idealen Darstellerin furchtloser und widerspenstiger Frauen.

Erni Mangold in jungen Jahren
ORF

Unbequem und rebellisch konnte Erni Mangold auch privat sein: sie nahm sich kein Blatt vor den Mund, äußerte sich gegen Rechtspopulismus ebenso vehement wie gegen sexuelle Übergriffe in der Film- und Theaterwelt. Ein besonderes Talent hatte Erni Mangold als Lehrerin, mehr als 20 Jahre zog sie österreichischen Schauspielnachwuchs heran. Darunter ist auch der spätere zweifache Oscar-Gewinner Christoph Waltz.

Erni Mangold in "Der letzte Tanz"
ORF/Filmproduktion Allahyari

Je älter Erni Mangold wurde, desto interessanter wurden die Filmrollen und sie etablierte sich zur fixen Größe im heimischen Film und Fernsehen. Für die Darstellung einer Alzheimer-Patientin im Film „Der letzte Tanz“ erhielt sie  2015 den Österreichischen Filmpreis, ein Jahr darauf den Großen Diagonale Schauspielpreis für ihre Verdienste um die österreichische Filmkultur.

Der kulturMONTAG erinnert sich mit ihren Weggefährten Emmy Werner und Michael Schottenberg an die große Darstellerin.

TV-Beitrag: Sandra Ölz

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