Radikal & Genial
Eingeklemmt zwischen Häusern im typischen Pinzgauer Landhausstil ragt dieses Haus wie ein Raumschiff in die Landschaft am beschaulichen Zeller See.

Zwei Drittel des Bauwerks liegen im Berg vergraben, denn das Grundstück galt wegen seiner schmalen Form als nicht bebaubar.

Doch der niederländische Star-Architekt Rem Koolhaas nahm die Herausforderung an und stellte sein „Austrian House“ 2023 fertig. Das Ergebnis verblüfft. Es ist neben der „Maison à Bordeaux“ oder der „Villa dall‘Ava“ eines der nur fünf Privathäuser, die der Pritzker-Preisträger entworfen hat.

Auch bei diesem Bauwerk lässt Rem Koolhaas scheinbar völlig angstfrei keine Provokation aus. Im Auftrag des österreichischen Unternehmers Christopher Schläffer - die beiden hatten sich beruflich in New York kennengelernt - gestaltete Koolhaas die spektakuläre Architektur, die mehr sein will als ein bloßes Ferienhaus mit grandioser Aussicht.

So cool, so verdichtet, so dramatisch und dynamisch sich diese Ikone präsentiert, so sehr setzten Architekt und Bauherr auf Gemütlichkeit. Zwei Jahre nach Fertigstellung war Rem Koolhaas (rechts im Bild) in Zell am See auf Stippvisite.

Der kulturMONTAG hat den Niederländer und Christopher Schläffer (links im Bild) zum Interview gebeten.
TV-Beitrag: Karl Kern