Die Fremde ist ein kaltes Land
Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki nannte sie eine der bedeutendsten Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts, Thomas Mann lobte ihre aufgeräumte Melancholie und auch auf Albert Einstein haben ihre Gedichte großen Eindruck gemacht. Die Rede ist von Mascha Kaléko.
![© ORF Mascha Kaléko](/250210kumo110~_v-epg__small__16__9_-b30663deff5630f32a0208e3ad4f8215ecfed184.jpg)
Die in Galizien geborene jüdische Dichterin avancierte im Berlin der 1930er-Jahre zur Bestsellerautorin. Die Nazis bereiten ihrer Karriere ein jähes Ende. Kaléko musste in die USA emigrieren. Erst in den 1950er-Jahren konnte sie wieder an ihre früheren Erfolge anschließen, Deutschland wurde ihr allerdings nie wieder zur Heimat.
![© ORF Mascha Kaléko](/250210kumo114~_v-epg__small__16__9_-b30663deff5630f32a0208e3ad4f8215ecfed184.jpg)
Kürzlich jährte sich Mascha Kalékos Todestag zum 50. Mal. Zu diesem Anlass ist eine Werkauswahl erschienen, herausgegeben von Daniel Kehlmann. Und auch in der Musik ist die Klassikerin der Moderne wieder präsent.
![© ORF Dota Kehr](/250210kumo112~_v-epg__small__16__9_-b30663deff5630f32a0208e3ad4f8215ecfed184.jpg)
Die Berliner Musikerin Dota Kehr tourt bereits mit ihrem zweiten Album mit Gedichtvertonungen von Mascha-Kaléko durch den deutschen Sprachraum - zuletzt in Wien.
TV-Beitrag: Sophie Weilandt