zeit.geschichte

Ishiwara Kanji - Der General der Japan in den 2. Weltkrieg führte

Der General, der Japan in den 2. Weltkrieg führte

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Zum 80. Mal jährt sich der japanische Überraschungsangriff auf Pearl Harbor und damit der Beginn des Pazifikkriegs. Aus diesem Anlass blickt ORF-III auf die jüngere Geschichte Japans, mit einem Schwerpunkt auf der Rolles des Landes im Zweiten Weltkrieg, zurück.
Mit dem Überfall auf den amerikanischen Marinestützpunkt am 7. Dezember 1941 weitet sich der Zweite Weltkrieg auf drei Kontinente aus: Europa, Asien und Amerika.
Die Ursachen dieser Katastrophe reichen zehn Jahre zurück. Im September 1931 überfällt die japanische Armee die zu China gehörende Mandschurei. Das führte zu internationalen Protesten, die auch von den USA unterstützt werden. Angeführt wird der Überfall auf die Mandschurei von dem japanischen General Ishiwara Kanji. Der hatte bereits in den 1920er Jahren den Krieg prophezeit und begonnen, sein Land auf die Konfrontation mit Amerika vorzubereiten.
Ishiwara war Enkel eines Samurai. Er galt als brutal und exzentrisch, als Foto-, Zeichen- und Kameratalent mit einem unbestreitbaren Sinn für Selbstinszenierung. Er war ein Kenner Deutschlands und hegte faschistische Überzeugungen. So war er, als Anhänger des Nichiren-Buddhismus, davon überzeugt, dass eine Zeit massiver Konflikte nötig sei, bevor es zu einer Goldenen Ära der menschlichen Kultur kommen könne. Japan sah er als Vollstrecker dieses weltweiten Schicksals. General Ishiwara filmte und fotografierte seine Männer, seinen eigenen militärischen Alltag sowie sein Gesellschafts- und Familienleben.
Seine Aufnahmen veranschaulichen den Pazifikkrieg als düsteres Kapitel der Menschheitsgeschichte aus dem Blickwinkel eines der Hauptbeteiligten. Der Dokumentarfilm wirft einen neuen Blick auf diesen Konflikt und die ihn auslösenden Faktoren.

Regie

Paul Jenkins