zeit.geschichte

Baumeister der Republik - Die Landeshauptleute: Heinrich Gleißner

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Die ORF-III-Neuproduktion zeigt das Leben und Wirken von Heinrich Gleißner, Landeshauptmann von Oberösterreich, der sein Bundesland 30 Jahre lang prägte. Im Jahr 1945 galt es ein stabiles und demokratisches System aufzubauen: Die Menschen zu ernähren, ihnen Arbeit zu geben und eine Rechtssicherheit zu organisieren. Die Politik war gefordert.
Heinrich Gleißner, damals schon Politiker mit Leib und Seele, wusste das und setzte alles daran, das Land Oberösterreich wiederaufzubauen.
Schon als Direktor der oberösterreichischen Landwirtschaftskammer oder als Staatsekretär im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft in den 1930er Jahren bewies der Politiker Handschlagqualität und Loyalität. Er scheute nicht vor harten politischen Auseinandersetzungen und Diskussionen. In seinen Wahlkämpfen hatte er immer klare Worte. Dabei suchte er immer den direkten Kontakt zu den Menschen.
Im März 1938 wurde er verhaftet und war bis 1940 mehrmals in den KZs Dachau und Buchenwald inhaftiert.
Nach der Wiederherstellung Österreichs wurde Heinrich Gleißner 1945 zum ersten oberösterreichischen Landeshauptmann der Zweiten Republik. Ein Amt, das er insgesamt 30 Jahre lang ausübte.
Der wirtschaftliche, politische und kulturelle Wideraufbau Österreichs nach der Besatzungszeit war ihm ein Anliegen. Er trug dazu bei, dass Oberösterreich als Agrar- und Industriestandort wieder eine führende Rolle in Österreich übernahm.
1951 war er der Kandidat der ÖVP zur Wahl des Bundespräsidenten, die er gegen den SPÖ Kandidaten Theodor Körner verlor.
Im Jahr 1971 trat er als Landeshauptmann von Oberösterreich zurück.
Er verstarb 1984.

Regie

Karin Schiller