zeit.geschichte

Bruderkrieg - Der Kampf um Titos Erbe: Sicherheitszonen (5/6)

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In der fünften Folge wird über das Versagen der UNO in Bosnien berichtet: Der französische General Morillion hatte den Bewohnern der ostbosnischen Stadt Srebrenica versprochen, dass diese unter dem Schutz der UNO stehen werden. Die UNO war von dieser Idee nicht begeistert. Der Gedanke wurde verwässert und so entstand der Begriff Sicherheitszonen. Die Bewohner von muslimischen Enklaven mussten einen hohen Preis dafür bezahlen: die muslemischen Verteidiger mussten ihre Waffen abgeben: Dafür schickte die UNO "einige" Soldaten zum symbolischen Schutz der Muslime. Es entstanden riesige KZ-Lager, nur mit dem Unterschied, dass der "Henker" außerhalb des Lagers lauerte. Unterdessen wurden die Amerikaner unruhig: Zwar lehnten sie weiterhin eine Intervention in Bosnien ab. Immerhin erzwangen sie aber einen bosnisch-kroatischen Bündnisvertrag und trugen so zur Beendigung der kroatischen Aggression in Bosnien bei. Als die bosnischen Serben im Frühjahr 1995 über die muslimischen Enklaven Srebrenica und Zepa herfielen, ließ die UNO zu, dass die Schutzzonen okkupiert und die Menschen dort massakriert wurden. Drei Monate nach diesem UNO-Desaster war die Geduld der USA erschöpft: NATO-Flugzeuge erzwangen endlich Beendigung des Mordens in Bosnien.

Regie

Norma Percy