zeit.geschichte

Bruderkrieg - Der Kampf um Titos Erbe: Explosion (3/6)

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In der dritten Folge wird über die Folgen der Unabhängigkeit von Slowenien und Kroatien berichtet. Slowenien kam ziemlich glimpflich davon, weil die Bundesarmee anfänglich den slowenischen Widerstand unterschätzte. Der massive Armeeeinsatz wurde durch Serbien verhindert, weil in Slowenien keine Serben wohnten. Borisav Jovic meinte: "Krieg gegen Slowenien bringt uns nichts." Anders mit Kroatien, hier meinten die Serben, ohne ihre Zustimmung dürfen die Kroaten nicht ziehen. Serbien wollte die kroatischen Serben und ihr Land halten. Die Vorbereitungen für den Konflikt trafen aber sowohl die Serben als auch die Kroaten: Serbische Nationalisten um Vojislav Seselj schickten ihre Agenten nach Ostslawonien. Und die Hardliner um Franjo Tudjman versuchten, die serbische Bevölkerung Ostslawoniens zu provozieren. Zwischen diesen Fronten befand sich der kroatische Polizeichef Ostslawoniens Josip Reihl-Kir. Vergeblich bemühte er sich um den friedlichen Ausgleich. Er wurde durch eigene Leute umgebracht. Die schwache Armee Kroatiens versuchte Vukovar zu halten. Die heroischen Verteidiger der Stadt wussten aber nicht, dass ihr Präsident die Stadt absichtlich opferte; deswegen blieben ihre Forderungen nach schweren Waffen unerhört. Der Fall von Vukovar sollte die Europäer - vor allem die Deutschen - dazu bewegen Kroatien als Staat anzuerkennen.

Regie

Norma Percy