Anlässlich des 75. Jahrestags der Unabhängigkeit Indiens am 15.08.:

zeit.geschichte

Mahatma Gandhi - Mensch und Mythos

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Runde Brille, weißes Lendentuch, Wanderstab, ein fast zerbrechlich wirkender, Körper – seine Silhouette gehört zu den Ikonen, der kleine Mann zu der größten Legenden des 20. Jahrhunderts. Bis heute begeht sein Land seinen Geburtstag (2.10.1869) und seinen Todestag (30.1.1948) als Nationalfeiertag. Weltweit bewahren die Menschen das Andenken an Mahatma - die Große Seele - Gandhi als politischen und spirituellen Führer. Bereits zu Lebzeiten wurde er zu seinem eigenen Mythos. Zunächst als Anwalt in Südafrika, der gegen die Diskriminierung der dortigen indischen Minderheit focht, später in Indien, als er gegen die Fremdherrschaft des Britischen Empire und für die Selbstbestimmung seiner Landsleute kämpfte und schließlich in seinem Ashram und auf Reisen auch nach Europa. Mehr und mehr wurde er selbst zur Botschaft und seine Ideen zum Vorbild vieler Befreiungsbewegungen von Martin Luther King in Amerika bis hin zu Nelson Mandela. Wer war Mahatma Gandhi? Mit welchen Ideen und auch Strategien der öffentlichen Kommunikation erzielte er diese große Wirkung? Was nahm er auf sich und wie erreichte er die Massen? Denn obgleich er eine andere, friedvollere Unabhängigkeit Indiens gewollt hatte, als die, die 1947 nur durch Abtrennung des muslimischen Pakistans mit Gewalt erreicht wurde, ist er dennoch der Vater dieser großen Befreiung. Mit Archiven und vielen Interviews zu Person und Mythos erzählt der Film das spannende Leben und Wirken Mohandas Karamchand Gandhis. Und spart auch sein Suchen, Fragen und die Misserfolge des Apostels der Gewaltlosigkeit nicht aus, der im Januar 1948 von einem extremistischen Hindu erschossen wurde.

Regie

Mathilde Damoisel

Mira Kamda