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Fabergé - Meisterhafte Schmuckstücke

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Der russische Goldschmied und Juwelier Peter Carl Fabergé übernahm 1872 in Sankt Petersburg das prosperierende Juweliergeschäft seines Vaters Gustav und machte es weltberühmt. Mit seinen herausragenden Kreationen erfüllte Fabergé die Luxusbedürfnisse der völlig vom hungernden Volk abgehobenen Eliten.
Nachdem Alexander III. 1882 auf Fabergé aufmerksam geworden war, wurde er zum Hofjuwelier des Zaren und später auch von dessen Sohn Nikolaus II. Die Leidenschaft der Romanows für seine Schmuckstücke und Dekorationsgegenstände sicherte ihm einen Wohlstand und eine künstlerische Freiheit ohnegleichen. Auslöser war sein legendäres Überraschungsei aus Emaille, Gold und Rubin, mit dem Alexander III. seine Gattin Maria Fjodorowna zu Ostern 1885 entzückte. Bis zur Revolution folgten fast jedes Jahr weitere kaiserliche Ostereier, eines wertvoller und origineller als das andere. Doch diese Eier bilden nur einen winzigen Teil von Fabergés Gesamtwerk.
Tatsächlich begründete er eine Industrie der wertvollen Schmuckobjekte, die auf Anhieb die Leidenschaft der Sammler erregte. Diese erlesen geschmackvollen, leuchtend bunten, manchmal stilistisch gewagten Schmuckgegenstände dienten der Zarenfamilie bei ihren Reisen als Gastgeschenke an ausländische Würdenträger. Fabergé belieferte die Queen und andere gekrönte Häupter Europas ebenso wie die Könige von Siam. Für die Familien der Aristokratie und des aufstrebenden Industriebürgertums in Russland waren Fabergés Talismane, Fetische und Kleinode wahre Objekte der Begierde, mit denen sie sich wie kleine Zaren fühlen konnten. Kraft seiner Überzeugung, dass der Wert eines Gemäldes sich nicht nach dessen Preis bemesse, erhob Fabergé das Juwelierhandwerk zur Kunst und den Handwerker zum Künstler.