Erbe Österreich

Schicksalssommer 1683 – Die Türken vor Wien

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Minutiös erzählt diese Erbe-Österreich-Neuproduktion aus der Sicht von damaligen Zeitzeugen die entscheidenden Wochen in Wien zur zweiten Türkenbelagerung. Als am 31. März 1683 fast 170.000 osmanische Soldaten von Edirne (ehem. Adrianopel in der Türkei) nach Norden losmarschierten, verstand man in Wien, dass der jahrzehntelange brüchige Friede mit der Hohen Pforte Geschichte war. Bei der aufkommenden Panik behielten einige doch einen klaren Kopf: Sie verpflichteten den Festungsbauer Georg Rimpler, der mit der osmanischen Unterminierungstechnik von anderen Kriegsschauplätzen vertraut war und der vorhersah, dass die Gegner zwischen Burg- und Löbelbastei angreifen würden, da die anderen Seiten der Stadt durch die Donau und den Wienfluss vor Mineuren sicher waren. Entsprechend verstärkte Rimpler diesen Abschnitt. Kara Mustafa, der Wien auf eigene Faust erobern wollte, ahnte erstmals zehn Tage nach Belagerungsbeginn, dass er sich die Zähne ausbeißen würde. Stadtverteidiger Graf Starhemberg schlug ein Waffenstillstandsangebot des osmanischen Heerführers großzügig aus. Obwohl sich das Glück über den Sommer zugunsten der Belagerer zu wenden schien, brachte ein strategischer Fehler von ihnen letztlich die Wende: Kara Mustafa ließ seine Flanke unbewacht, sodass das polnische Entsatzheer über den Kahlenberg einfallen und die osmanischen Truppen überraschen konnte. R: Udo Maurer

Regie

Udo Maurer

Redaktion

Otto Schwarz (Sendungsverantwortung)

Rainer Keplinger