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Länge: 43min

Wiederholung vom
16.01.2019, 18:30

Expeditionen

Flüsse der Welt: Orinoko – Der Fluss der Abenteuer (6/7)

Die Orinoko-Mündung in Venezuela ist mit einer Fläche von über 24.000 Quadratkilometern das breiteste Flussdelta der Erde. Es bildet gleichzeitig das Tor zum südamerikanischen Kontinent. Einst betraten hier Christoph Kolumbus und seine Nachfolger die Neue Welt, um nach Eldorado zu suchen, dem mythischen Goldland, das dem Königreich Spaniens die Weltherrschaft sichern und den Eroberern ein Vermögen bescheren sollte.

Die Reise auf dem Orinoko ist eine Zeitreise zu den verborgenen Wurzeln Lateinamerikas. An den Flussufern wohnen die Nachfahren der Ureinwohner, die die grausamen Massaker der Spanier überlebten. In Ciudad Bolívar, einer der ältesten Städte des Kontinents, liegt der Ursprung der Legende um den Unabhängigkeitskämpfer Simón Bolívar. Sie gilt als Gründungsmythos der lateinamerikanischen Identität.

An der Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien beginnt das Amazonasbecken. Wenn in der Trockenzeit das Wasser zurückgeht, werden hier die Felszeichnungen der Arawak sichtbar, letzte Spuren einer alten Kultur, die die europäischen Siedler völlig auslöschten. Eines jedoch konnte der Regenwald bewahren: An den Quellen des Orinoko, die praktisch unzugänglich in der Sierra Parima liegen, leben angeblich indigene Völker, die jeden Kontakt mit der westlichen Zivilisation verweigern. (2010)

Redaktion

Patricia Jeßner