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Länge: 45min

Wiederholung vom
13.09.2018, 15:50

Expeditionen

Das Bayrische Jahrtausend: 13. Jahrhundert: Regensburg

Regensburg ist eine der ältesten Städte Deutschlands und war über Jahrhunderte hinweg königliche und herzogliche Residenzstadt im Herzen Bayerns. Im 13. Jahrhundert gibt es keine vergleichbare Stadt in Süddeutschland: Regensburg ist Bischofssitz, seine etwa 15.000 Einwohner sind wohlhabend, die imposante Steinerne Brücke über der Donau gilt im Mittelalter als eines der Weltwunder. Als durch den Mongolensturm Anfang der 40er-Jahre der für Regensburg so wichtige Osthandel schlagartig zusammenbricht, steht die aufstrebende Kaufmannfamilie Zant beinahe vor dem Ruin. Doch die Zants erschließen neue Märkte und konzentrieren sich auf den Handel mit ausländischen Gewürzen. Auch Luxusgüter wie Safran und Pfeffer finden Käufer. Ein neues Zahlungsmittel kommt für die Menschen des 13. Jahrhunderts immer mehr in Mode: Münzen statt Naturalien. Vor allem der Regensburger Pfennig wird zu einer weit verbreiteten Währungseinheit. Mit dem gestiegenen Bedarf an Münzen bekommt auch eine andere Verdienstmöglichkeit Bedeutung: der Geldverleih und damit die Frage, ob man dafür Zinsen nehmen dürfe. Viele vermögende Bürger bauen eigene Kapellen für ihr Seelenheil und investieren in große Bauwerke wie den Regensburger Dom. Er entsteht im neuesten gotischen Stil, mit großen farbigen Fenstern, die die Wände der Kathedrale auflösen und den Raum in ein überirdisches Licht tauchen. Zusammen mit der Steinernen Brücke bildet der Dom noch heute das Wahrzeichen von Regensburg. (2012)