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 2011

Länge: 45min

Wiederholung vom
09.08.2018, 17:45

Expeditionen

Von Bukarest zur Donaum√ľndung

Es war ein lange gehegter Traum des Filmemachers Florian Guthknecht: mit dem Fahrrad quer durch Rumänien zu reisen. Von Bukarest, dem "Paris des Ostens", über den rumänischen Donauradweg geht es dann auf der Klosterroute ans Schwarze Meer und ins Donaudelta.

Es wurde eine Reise ins Abenteuer, durch ein Land voller Gegensätze, das zwar zur EU gehört, doch in vielen Regionen, durch die der Münchner kommt, ist das Leben noch immer von der kommunistischen Diktatur gekennzeichnet.

Die Idee, mit dem Fahrrad von der Hauptstadt quer durch Rumänien bis ins Donaudelta zu radeln, beginnt schon in der Metropole mit einem unerwarteten Hindernis: Der Rushhour. Das ist Nahkampf pur. Aber spätestens jetzt wird klar: Auf einer Radltour durch Rumänien werde noch viele Überraschungen warten.
Viel Zeit bleibt nicht für Bukarest. Bis zur Donaumündung sind es noch fast 500 Kilometer. Doch das größte Gebäude Europas ist ein Muss. Der Diktator Caucescu hat es in den Achtzigern errichten lassen. Für das "Haus des Volkes" mit seinen 5.100 Räumen und das ganze Drumherum wurden diesem Größenwahnsinn ganze Jugendstilviertel mit 40.000 Wohnungen geopfert. Eigentlich hatte Florian gehofft, dass der Verkehr ruhiger wird, sobald er Bukarest hinter sich gelassen hat. Aber mit deutschen Verkehrsregeln oder Sicherheitsabständen hat das hier alles wenig zu tun. Hupen sind andauernd im Einsatz - ob als Warnung oder Gruß - muss man erst einmal herausfinden.