22:00

Dokumentation

VPS 22:00

AUT 2020

Stereo

16:9

Länge: 35min

UT

Wiederholung am
16.08.2020, 14:00

Zum 90. Geb. v. Peter Weck am 12.8.2020:

Das war´s noch nicht - Peter Weck zum 90. Geburtstag

(c) ORF

Einst wollte er das Dirigentenpult erklimmen, stattdessen eroberte er die großen Bühnen im deutschsprachigen Raum. Peter Weck wuchs in Wien-Meidling auf, doch nicht das zugehörige "L" kultivierte er, sondern den subtilen Schnitzler-Ton. Hugo von Hofmannsthals Stani aus dem Schwierigen wurde zur Rolle seines Lebens. In leichtfüßigen Filmkomödien spielte er den ewigen Verzichter, als Regisseur zog er auch hinter der Kamera die Fäden. Als er das Musical "Cats" nach Wien brachte, verlängerte er den Broadway bis an die Wienzeile und kontrollierte schließlich als Generalintendant der Vereinigten Bühnen Wien ein Musical-Imperium. Am 12. August wird Peter Weck staunenswerte 90 Jahre alt.

Immer noch ist er hellwach und vital, das Bubengesicht von früher schimmert noch durch. Bei all seiner Vielseitigkeit kann er ein Fazit ziehen: "Ich bin mir immer treu geblieben", sagt er im Geburtstags-Porträt von Michael Meister.

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Es war Münchens Theatersensation des vergangenen Winters: Zwei Monate lang spielte Peter Weck ensuite den Al in Neil Simons Boulevardklassiker "Sonny Boys". "Ein Glücksfall" sagt Friedrich von Thun über seinen Bühnenpartner. Es soll seine letzte Theaterrolle gewesen sein, hat Peter Weck beschlossen. "War's das?" heißt seine jüngst neu aufgelegte Biografie. War's das also beruflich? Nein, er möchte weiterhin Lesungen halten, das verschaffe ihm größte Autonomie und so bleibe er mit seinem Publikum in Kontakt.

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Den Umgang mit dem Publikum lernte er bereits als Knabe – als Sängerknabe, um genau zu sein. Das große Geschenk der Musikalität hat ihn seine ganze Karriere begleitet: Von seinen Anfängen als Entertainer und Gastgeber seiner eigenen Musikshow bis hin zu seiner Musical-Intendanz in Wien.

Im Fach des jugendlichen Bonvivant wurde er nach Absolvieren des Max Rainhardt-Seminars nach Klagenfurt engagiert – das Leichtlebige hat man ihm immer gern geglaubt. Schon ein halbes Jahr später wurde er nach Berlin engagiert – für seine Lebensrolle des Stani in "Der Schwierige". Das Schönbrunnerdeutsch, das er sich dafür perfekt aneignete, hatte er studiert, indem er sich in eine Clique von Aristokraten einschmuggelte.

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Peter Weck in seiner Lebensrolle, der Stani in Hofmannsthals "Der Schwierige"

Der Fernsehschauspieler Weck steht für zwei veritable Straßenfeger: In "Wenn der Vater mit dem Sohne" spielte er einen Jung-Unternehmer mit Hang zum Playboy, der von seiner Sekretärin heimlich angeschmachtet wird. "Ein bisschen war da auch etwas Privates dabei“, gesteht Dany Sigel heute.

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Der urösterreichische Schauspieler Peter Weck ist ein a-typischer Wiener. Das Lavieren und Ranschmeißen ist ihm zutiefst zuwider. "Niemals würde er um die Gunst des Publikums buhlen", sagt der ehemalige Volkstheater-Direktor Michael Schottenberg. Und Uschi Glas erinnert sich, wie der Regisseur Weck explodieren konnte, wenn er mit der Leistung eines Schauspielers nicht zufrieden gewesen ist. An beider Freundschaft habe das freilich nichts geändert.

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Zu Wort kommen weiters Heidelinde Weis, Peter Wecks "Phantom der Oper", Alexander Goebel und Erika Pluhar.