22:15

Dokumentation

VPS 22:10

AUT 2015

Stereo

16:9

ORF 2 Europe

Länge: 1h 

UT

tv.orf.at/dokfilm

'100 Jahre Salzburger Festspiele' dokFilm

Mein Salzburg

(c) ORF

Eine ganze Stadt ist Bühne: Salzburg während der Festspielzeit - das ist hohe Kunst und höchstes touristisches Aufkommen, das ist "sehen und gesehen werden", das ist barocke Pracht und glanzvolle Fassade. Hinter die Fassade blicken in dieser Bundesländerausgabe der populären Bezirke-Reihe vier prominente Salzburger*innen, die aus bescheidenen Verhältnissen stammen oder in den mageren Nachkriegsjahren geboren wurden und doch höchst erfolgreich ihren Weg gegangen sind.

(c) ORF/Felix Breisach Medienwerkstatt

Benita Ferrero-Waldner

"Eigentlich ist Salzburg immer noch ein konservatives Städtchen, auch wenn während der Festspielzeit höchste Internationalität herrscht. Aber danach schläft alles wieder ein", sagt die ehemalige Spitzen-Diplomatin und Politikerin Benita Ferrero-Waldner. Bevor sie lernte, sich auf diplomatischem Parkett zu bewegen, war sie durchaus ungestüm und durchtanzte ganze Nächte im legendären Café Winkler.

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Branko Samarovski

"Aus dem Keller zum Burgtheaterschauspieler, das ist doch ein schöner Weg", sagt Branko Samarovski. Das ehemalige Flüchtlingskind aus dem ehemaligen Jugoslawien lebte mit seinen Eltern im Souterrain eines Salzburger Wohnhauses nahe der Salzach. Mehrmals gab es so schlimmes Hochwasser, dass die Möbel durch die Wohnräume schwammen. Schon während seiner Schlosserlehre entdeckte Samarovski die Liebe zum Theater. 1970 wurde er erstmal von den Festspielen engagiert. Sein damaliger Regisseur: Oskar Werner.

(c) ORF/Felix Breisach Medienwerkstatt

Wilhelm Holzbauer

In einem Kellerlokal wiederum wurde der im Vorjahr verstorbene Wilhelm Holzbauer geboren und wurde zu einem der renommiertesten Architekten der Republik. Das Stadtbild des zeitgenössischen Salzburg hatte er entscheidend mitgeprägt. Seine erste architektonische Großtat im Verband der "Architektengruppe 4" galt manch konservativen Geistern der 1950er-Jahre nahezu als Blasphemie: die Pfarrkirche Parsch ist die erste ihrer Art, in der der Altar in der Mitte des Gotteshauses platziert ist. Von der "Seilbahnstation zum Himmel" sprachen damals wenig wohlwollende Zeitgenoss*innen.

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Branko Samarovski, Reinhard Schwabenitzky

Seine Leidenschaft für den Film kostete ihn den guten Leumund: Regisseur Reinhard Schwabenitzky fälschte seinen Ausweis, um sich im Elmo Kino auch mit Jugendverbot belegte Filme anschauen zu können. Prompt wurde er von der Polizei erwischt und fasste eine Vorstrafe aus. Voll der dankbaren Erinnerung ist Schwabenitzky an den Theatergiganten Ernst Hauesserman: der schmuggelte ihn immer wieder in Vorstellungen der Festspiele – ohne dass die Polizei einschreiten musste.

(c) ORF/Felix Breisach Medienwerkstatt

Die weltbekannte Stadt Salzburg

("Meine Wieden" am 9. August, ORF2)