23:33

Dokumentation

VPS 23:30

AUT 2014

Stereo

16:9

ORF 2 Europe

Länge: 29min

UT

Wiederholung am
12.11.2019, 03:44

tv.orf.at/kulturmontag

Anl. des 90.GT von Arnulf Rainer am 8.12.: kulturMontag

Der Übermaler Arnulf Rainer

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Zeit seines Lebens hat er provoziert, agitiert und polarisiert. Trotzdem oder gerade deswegen ist Arnulf Rainer in den internationalen Kunst-Olymp aufgestiegen.

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Arnulf Rainer im Interview

"Das Werk des Anderen ist Humus für das eigene", notiert der Autodidakt 1962. Mit seinen wilden Übermalungen, witzigen Grimassenfotos, den sogenannten Face Farces oder Body Poses oder seinen Überzeichnungen von Leonardo, Messerschmidt, Rembrandt oder Goya hat er Kunstgeschichte geschrieben und zählt heute zu Österreichs führenden Vertretern am internationalen Kunstmarkt.

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"Face farces" - Animiert durch die Auseinandersetzung mit der Kunst von Geisteskranken begann Rainer 1968 mit physiognomischen Abartigkeiten der eigenen Mimik zu experimentieren

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"Body-Poses" - Fotografische Selbstdarstellungen ab den 1970er Jahren

Als "Malschwein, das ungeniert in der Farbe wühlt" hat er sich selbst einmal bezeichnet. Heute ist Arnulf Rainer milder geworden. Der geniale Selbstdarsteller, der sich und seine Kunst ständig überprüft, feiert am 8. Dezember seinen 90. Geburtstag. Die Malerei betreibt er nach wie vor. Rainer - ein Rastloser. Von Wien bis Oberösterreich, von Teneriffa bis Bayern, seit Jahrzehnten pendelt der Malerstar zwischen seinen Ateliers hin und her.

Das Bild "Schlaf", 1973-1974

Claudia Teissig hat Arnulf Rainer in seinem bayrischen Refugium, unweit von Passau, direkt am Inn besucht. Den idyllischen Ort, in einem ehemaligen Benediktiner-Kloster aus dem 17. Jahrhundert, hat Arnulf Rainer schon in den 1950er-Jahren gefunden.

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Rainer in seinem Atelier in Passau

Ganz bewusst hat er hier einen Wohnsitz gesucht, denn in Deutschland hatte er lange Zeit die einzige Möglichkeit auszustellen und Sammler zu finden.

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