22:34

VPS 22:35

DEU

Stereo

16:9

Länge: 46min

UT

Wiederholung am
11.11.2019, 11:59

tv.ORF.at/universum

'30 Jahre Mauerfall'

Universum History

Countdown ’89 – Der Fall der Berliner Mauer

Sie war ein Symbol des Kalten Krieges und der Teilung Deutschlands. Jahrzehntelang trennt sie Familien, eine Stadt, ein Land: die Berliner Mauer, ein abschreckendes Sinnbild des Ost-West-Konfliktes. Wer sie überwinden will, riskiert sein Leben. Dem Fall der Mauer im November 1989 geht ein regelrechter Countdown voraus.

Die Zeit des Umbruchs

Das Ereignis ist ein Meilenstein in der Geschichte Europas und der erste Schritt zur Wiedervereinigung Deutschlands – eine Zeit des Umbruchs und der Wende für die Menschen in der ehemaligen DDR. Hendrike Sandners „Universum History“-Dokumentation zum 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer zeichnet am Freitag, dem 8. November, um 22.35 Uhr in ORF 2 die dramatischen Ereignisse des Jahres 1989 anhand persönlicher Schicksale, Tagebucheintragungen und bedeutender Zeitzeugen und Zeuginnen nach.

Die Berliner Mauer rund um Westberlin bildete die Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland. Bewachung durch Grenzsoldaten, Stacheldraht, Minen und Selbstschussanlagen machten diese Grenzbefestigung nahezu unüberwindlich. Mindestens 137 Menschen starben beim Versuch, über die Mauer in den Westen zu fliehen. Das letzte Opfer – Chris Gueffroy – wurde am 2. Februar 1989 bei seinem Fluchtversuch erschossen. Die Doku zeichnet die dramatischen Ereignisse dieses Schicksalsjahres nach. Der damalige Bürgermeister Westberlins, Walter Momper, und der letzte Regierungschef der DDR, Hans Modrow, schildern ihre Sicht des historischen Ereignisses. Tagebücher und Briefe von Zeitzeugen und Zeitzeuginnen vermitteln einen ganz persönlichen Blick auf das Geschehen.

	ORF/LOOKSfilm/US National Archives/Staff Sergeant F. Lee Cockran

Im Bild: Die ostdeutsche Polizei beobachtet, wie Besucher die neu geschaffene Öffnung in der Berliner Mauer am Potsdamer Platz passieren (November 1989).

Der Fall des DDR-Regimes

Einer der Ausreisewilligen ist der Fotograf Dietmar Riemann. Nach hartnäckigem Bemühen gibt er seine Existenz in der DDR auf und darf im September 1989 in die BRD ausreisen. Er erlebt den Mauerfall in Freiheit. Die Autorin Ingrid Ebert kämpft für sich und ihre Familie vergeblich um eine Ausreisegenehmigung – ihre Interviews, Briefe und Tagebücher machen die menschlichen Tragödien hinter dem offiziellen Ereignis erlebbar. Historiker/innen analysieren die Geschehnisse dieses Schlüsselmoments der deutschen und europäischen Geschichte.

Es war ein dramatisches Jahr: Die Reformpolitik des sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow, die Wiederzulassung der Solidarnosc als Gewerkschaft in Polen, die Grenzöffnung in Ungarn – die politischen Verhältnisse im Osten waren im Umbruch. Und auch das SED-Regime in der DDR geriet ins Wanken. Es kam zu den sogenannten friedlichen „Montagsdemonstrationen“. Hunderttausende Menschen gingen für die Öffnung der Grenzen auf die Straßen. Während der Feiern zum 40. Jahrestag der DDR kam es zu tumultartigen Protesten. Die Bilder der hart durchgreifenden Sicherheitskräfte gingen um die Welt. Die SED-Führung unter Erich Honecker musste abtreten.

Die Doku zeichnet die wesentlichen, dramatischen Entwicklungen des Jahres 1989 nach: aus der Perspektive der damals politisch Verantwortlichen sowie der Menschen in der DDR. Von den Massenprotesten bis zur endgültigen Resignation des DDR-Regimes – ein spannender Countdown bis zum endgültigen Fall der Mauer am 9. November 1989.

ORF/LOOKSfilm/US National Archives

Im Bild: Brandenburger Tor - War 28 Jahre lang das Symbol für das geteilte Deutschland.