17:51

VPS 17:50

AUT

Stereo

16:9

ORF 2 Europe

Länge: 32min

UT

Wiederholung am
28.08.2019, 10:53

Französische Gartenparadiese

Auf Entdeckungsreise mit dem Biogärtner Karl Ploberger

Claude Monets blühender Garten in Giverny, ein romantischer Rosengarten in der Normandie, orientalische Gartenarrangements – auf seiner Reise durch Frankreich erwartet Karl Ploberger eine grüne, kreative Vielfalt. Paris, die Stadt der Liebe, der Kunst und der Künstler, mit weitläufigen Boulevards, immer gesäumt von viel Grün, ist Drehscheibe und Angelpunkt seiner Garten-Rendezvous.

Karl Ploberger mit seinem Team bei den Dreharbeiten in Paris.

Betrachtet man Paris von oben, etwa vom Arc de Triomphe aus, dann kann man sehen, wie sehr sich die grünen Oasen wie Adern durch die Stadt ziehen. Von sorgsam bepflanzten, durchdesignten Dachterrassen, bis hin zu den großen bekannten Stadtgärten wie dem Jardin du Luxembourg.

Arc de Triomphe, Paris

Blick auf den Louvre, mit den Tuilerien im Vordergrund, Brücken über die Seine.

Karls erstes Ziel ist der „Jardin Grenouillère“ im Südwesten von Paris, ein Garten im japanischen Stil, wo er von dessen Besitzerin Françoise Lacaze empfangen wird. Der Garten-Name bedeutet „Froschtümpel-Garten“ und liegt genau über einer Quelle. Deshalb ist er von Natur aus sehr feucht, weshalb er auch nie gegossen werden muss.

Dann stößt Karl auf ein Stück Österreich. Sonja Gauron ist gebürtige Salzburgerin und lebt seit mittlerweile über 40 Jahren in Frankreich. Sie arbeitet als Gartengestalterin und testet in ihrem Garten immer neue, exotische Pflanzen für ihre Kunden. Ihr Garten teilt sich in zwei Bereiche auf, in einen orientalischen und einen englischen Teil. Besonders liebt sie es, die unterschiedlichen Grüntöne der Pflanzen miteinander zu kombinieren.

Karl Ploberger mit Francoise Lacaze im "Froschtümpel-Garten"

Anschließend zieht es Karl in die Normandie, in die Nähe von Rouen, wo er Patrick Quibel in seinem „Jardin Plume“ trifft. Hier treffen klassische und kreative Formen und Bepflanzungen aufeinander. Geometrisch angeordnete Gräserfelder und kreativ geschnittene Formhecken als Schutz gegen den Wind. Patrick und seine Frau Sylvie haben hier, neben einem alten Bauernhaus, ein Paradies für sich und die Tierwelt geschaffen.

Ganz in der Nähe trifft Karl Madame Gloria Lebellegard, eine richtige französische Dame, die, als Erinnerung an ihre verstorbene Tochter, einen besonders romantischen Garten angelegt hat. „Jardin d´Angélique“ ist nach dieser Tochter benannt und ist ein Garten im englischen Stil, mit vielen Rosen und Hortensien. Der zweite Teil des Gartens, hinter dem Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert, bildet dazu mit eher formalen, weißblühenden Pflanzen einen Kontrast.

Der Garten Claude Monets in Giverny.

Claude Monets Haus in Giverny.

Das letzte Ziel von Karl Ploberger ist dann doch ein touristischeres: der Garten von Claude Monet in Giverny. Liebevoll restauriert fühlt man sich hier, als würde man durch eines von Monets Gemälde spazieren. Die Glyzinien stammen noch aus der Zeit, als Monet hier gelebt und gearbeitet hat, die Seerosen spiegeln sich im klaren Wasser und die gesamte Gartenanlage ist eine blühende Oase. Obwohl hier immer viele Besucher durch den Garten flanieren, nimmt sich der Chefgärtner, Jean-Marie Avisard, Zeit dafür, Karl die Besonderheiten des Gartens und der Arbeit hier zu erklären.