2:19

Dokumentarfilm

VPS 1:35

AUT 2018

Stereo

16:9

Länge: 54min

UT

Wiederholung vom
25.08.2019, 09:07

tv.ORF.at/matinee

matinee

Brioni - Insel der Millionäre

(c) ORF

Sommerfrische anno dazumal: Die Insel Brioni erfreute sich rund um die vorletzte Jahrhundertwende ebenso großer Beliebtheit wie die k.u.k. Riviera. Mit zwei Dokumentationen erinnert die 'matinee' an die adelig-großbürgerliche Welt von einst.
Teresa Vogl begleitet durch den Vormittag.

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Die faszinierende Insel Brioni

Ganzjährig mildes Klima, frische Luft, eine immergrüne Landschaft und alles keine 600 Kilometer von Wien entfernt - das ist die Inselgruppe Brioni an der Südspitze von Istrien. Zwischen 1900 und 1935 galt sie als eine Art Club Med für die Reichen und Schönen aus der ehemaligen k.u.k-Monarchie. Erschaffen hat dieses Inselparadies ein erstaunlich visionärer und kreativer Österreicher, der als Manager in der Stahlindustrie reich geworden war: Paul Kupelwieser.

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Paul Kupelwieser (1843-1919) auf seiner Insel

Er hatte das heruntergekommene Eiland vor 125 Jahren um 75.000 Gulden gekauft (heute etwa 700.000.- Euro) und aus der völlig verwilderten, Malaria verseuchten Landschaft ein blühendes Dorado für Touristen aus aller Welt gemacht.

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Parklandschaften

Brioni wurde zum Anziehungspunkt für Größen aus Adel, Politik, Industrie, Kunst und Kultur. Die Namen aus der damals regelmäßig erscheinenden Inselzeitung lesen sich wie ein "Who’s who" der k.u.k.-Monarchie: Vom Thronfolger Franz Ferdinand und Kaiser Wilhelm über die Wittgensteins bis zu Thomas Mann, G.B. Shaw, James Joyce, Max Reinhardt, Gustav Klimt, Richard Strauss, Hermann Bahr, Arthur Schnitzler. Aber auch internationales Publikum – selbst aus Japan – kam, um auf dieser außergewöhnlichen Privatinsel Urlaub zu machen.

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Die Badelandschaft

Mit dem Tod von Paul Kupelwieser 1919 ging es mit Brioni stetig bergab. Sohn "Carlo", der die Geschäfte übernommen hatte, verschuldete sich heillos; während der Wirtschaftskrise in den 1930er Jahren wurde er von Mussolini enteignet, die Insel wurde italienisches Staatseigentum. Nach 1945 machte Staatspräsident Tito die Insel zu seinem privaten Domizil.
Das unabhängig gewordene Kroatien schließlich, erklärte den Archipel zum Nationalpark. Bis heute hat sich Brioni – Brijuni – seine einmalige, wenn auch ein wenig in die Jahre gekommene Schönheit bewahrt.

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Eine ehemals mondäne Hotelanlagen

Beeindruckende Luftaufnahmen und aufwändige Bearbeitungen von zeitgenössischem Fotomaterial sowie Texte aus den Erinnerungen vieler "Brionesen" lassen den Zauber von einst nachvollziehen.

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Brionis römischen Ruinen

Erwin Steinhauer führt durch 125 spannende Jahre der Inselgeschichte.

Erwin Steinhauer bei den Dreharbeiten

Regie: Thomas Macho