2:33

VPS 2:30

AUT

Stereo

16:9

Länge: 30min

Wiederholung vom
14.07.2019, 10:11

tv.ORF.at/matinee

matinee

"Eine blassblaue Frauenschrift" - Franz Werfel bei den Festspielen Reichenau

(c) ORF

Die Geschichte einer verratenen Liebe, das Psychogramm eines Opportunisten, ein Dokument über den latenten Antisemitismus: Die Erzählung "Eine blassblaue Frauenschrift" von Franz Werfel ist ein zeitlos gültiger, berührender Roman.

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Entstanden im Jahr 1940 in der Emigration in Frankreich, wird er heuer bei den Festspielen Reichenau von Regisseur Julian Pölsler in der Bühnenfassung von Nicolaus Hagg in Szene gesetzt.

Der Historiker Christian Rapp und die Schriftstellerin Isabella Feimer erklären in der Dokumentation die gesellschaftlichen und politischen Hintergründe jener Zeit sowie Roman und Person Franz Werfels. Die Bedeutung von „Eine blassblaue Frauenschrift“ in unseren Tagen wiederum beleuchten die Intendanten der Festspiele Reichenau, Peter und Renate Loidolt.

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Er hat auch das Bühnenbild der Produktion gestaltet, sie ist eine anerkannte Werfel-Expertin.
Dazu geben Gespräche mit den Hauptdarstellern Joseph Lorenz, Fanny Stavjanik und Stefanie Dvorak Einblicke in deren Rollenauffassungen: Wie haben sich Frauen und Männer in ihren gesellschaftlich festgelegten Positionen im Wien der 1930er Jahre gefühlt?

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Schließlich beschreibt Regisseur Julian Pölsler, der mit dieser Inszenierung sein Reichenau-Debut gibt, was er dem Publikum vermitteln möchte – und wie sich seine Sicht auf den Roman seit 1984 verändert hat. Damals war er nämlich Assistent des unvergessenen Axel Corti bei dessen filmischer Auflösung von "Eine blassblaue Frauenschrift".

Nicht zuletzt begibt sich die Dokumentation auch auf die Spuren, die Franz Werfel in der Semmering-Rax-Region hinterlassen hat: Der Schriftsteller hat in Breitenstein am Semmering viel Zeit mit seiner Lebens-Liebe Alma Mahler verbracht.

Gestaltung: Karina Fibich