9:07

Porträt

VPS 9:04

AUT 2003

Stereo

16:9

ORF 2 Europe

Länge: 44min

Wiederholung am
04.03.2019, 01:25

tv.ORF.at/matinee

In memoriam Hilde Zadek: matinee

Gesang als Weg - Aus dem Leben der Kammersängerin Hilde Zadek

(c) ORF

Passend zum Weltfrauentag am 8. März präsentiert sich die 'matinee' mit Porträts zweier großer Künstlerinnen: Die Dokumentation von Walter Wehmeyer blickt auf das Leben von Kammersängerin Hilde Zadek zurück, die vorige Woche mit 101 Jahren verstorben ist. Im Anschluss daran zeigt eine neue Dokumentation über die mexikanische Dirigentin Alondra de la Parra wie sich das Leben als Pultstar mit den Pflichten für eine Familie vereinbaren lässt. Martin Traxl begleitet durch den Vormittag.

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Kammersängerin Hilde Zadek war eine der verdientesten Haussängerinnen und Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper. Nach ihrem Rückzug von der Bühne 1971 ging sie mit Begeisterung ihrem zweiten Traumberuf nach, der Musikpädagogik. Zadek-Schüler singen bis heute an vielen Opernhäusern oder unterrichten von New York bis Tokio. Die sensible, kluge und positiv-denkende Frau nahm bis ins hohe Alter am Operngeschehen teil und begeisterte sich für jede Form von Kunst. Sie betreute ihre Schüler, gab Meisterkurse und sammelte Bilder. Im Alter von 101 Jahren ist die "Jahrhundertsängerin" nun am 21. Februar in Karlsruhe gestorben.

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Regisseur Walter Wehmeyer zeigt in seinem Film Einblicke in den Alltag der beeindruckenden Künstlerin und resümiert ihr bewegtes Leben. Das Porträt zeichnet den Lebensweg und die Karriere der Sängerin nach, die wie kaum eine andere für die Wiener Musikszene der Nachkriegszeit steht.

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Die 1917 im polnischen Bromberg geborene Hilde Zadek lebte während der NS-Zeit in Palästina. Nach dem Krieg bot ihr die Wiener Staatsoper die "Aida" an, die sie in fünf Tagen lernen und ohne Proben singen musste. Von da an war ihr Aufstieg zu weiteren Glanzrollen wie etwa der "Leonore" oder der "Marschallin" geebnet.

Regie: Walter Wehmeyer