23:06

Dokumentation

VPS 23:05

AUT 2018

Stereo

16:9

ORF 2 Europe

Länge: 52min

UT

tv.orf.at/dokfilm

'70 Jahre Erklärung der Menschenrechte' dokFilm

Momentaufnahmen. Die Kinder von Zaatari

(c) ORF

Die Flüchtlingskrise: 2015 hat sie eine enorme Welle tätiger Mithilfe ausgelöst und die europäische Zivilgesellschaft auf den Plan gerufen. Doch längst ist sie politischer Zankapfel. Die Überforderung von Institutionen, die Ängste vieler Menschen und Vorurteile wurden durch sie manifest. Wie begegnet man jenen, die ihre Heimat verloren haben? Ist Solidarität längst ein Luxusgut? Ist Humanismus in Zukunft noch leistbar? Produzent und Regisseur Robert Pöcksteiner hat sich in Form einer Langzeitbeobachtung auf die Suche nach Antworten gemacht.

(c) ORF/dontPANICproduction

Jordanisches Flüchtlingslager Al Zaatari

Im jordanischen Zaatari, einem der größten Flüchtlingslager der Welt nahe der syrischen Grenze, traf er auf Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai, auf Flüchtlingshelfer Kilian Kleinschmidt und auf ein Kunstprojekt des österreichischen Fotografen Lukas Maximilian Hüller. Vor allem aber spürte er menschlichem Pragmatismus und dem Prinzip Hoffnung in schlimmster Not nach. Und er lernte jene kennen, die am meisten schutzbedürftig sind: die Kinder von Zaatari.

(c) ORF/dontPANICproduction

"TREE OF HOPE" - Fotoprojekt von Lukas M. Hüller im Flüchtlingslager

Sie haben Dinge gesehen, die kein Kind je sehen sollte. Viele von ihnen haben zumindest einen Elternteil verloren, manche ihre Gliedmaßen, viele ihre Gesundheit. Sie alle sind traumatisiert. Den Kindern von Zaatari wieder eine Zukunft zu schenken, war eines der wichtigsten Anliegen von Kilian Kleinschmidt, der das Lager leitete und liebevoll als dessen Bürgermeister bezeichnet wurde.

(c) ORF/dontPANICproduction

Der österreichische Fotograf Hüller weiß: Kinder brauchen Spiele – zumal in einer Umgebung, die nicht für Kinder gemacht ist. "Let the Children Play" nannte er sein Kunstprojekt, mit dem er das Recht von Kindern auf Muße und Freizeit, auf Spiel und Anteilnahme am kulturellen Leben sichtbar machte. Wer Kindern eine Zukunft geben will, ermöglicht ihnen Zugang zu Bildung, ist das Credo von Friedensnobelpreisträgerin Malala, das sie auch bei einem Besuch in Zaatari deutlich machte.

(c) ORF/dontPANICproduction

Malala Yousafzai (li.) in der Schule

Zaatari ist ein lebendiger Organismus, der seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten folgt – auch diese Erkenntnis birgt der Film von Robert Pöcksteiner. Die dort aufgestellten Wohncontainer bieten den heimatlos gewordenen BewohnerInnen ein wenig Geborgenheit. Ihre Anordnung lässt sich nicht vom Reißbrett planen, es sind die Menschen, die sie sich ihren Bedürfnissen entsprechend aneignen.

(c) ORF/dontPANICproduction

Kindergarten von Al Zaatari

So wird im Flüchtlingslager wie auch in jeder anderen Stadt gestritten und geliebt, Nachwuchs gezeugt und Handel getrieben. "Champs-Elysées" nennen die Bewohner scherzhaft die zentrale Einkaufsstraße im Lager. Und auch wenn sie nichts vom Glamour ihres berühmten Pariser Pendant verströmt, so symbolisiert sie doch ein wenig Normalität in einer Region, in der der Wahnsinn tobt.

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Regie: Robert Pöcksteiner

DOKUMENTARFILM IN ÖSTERREICH

dok.at, die Interessensgemeinschaft Österreichischer Dokumentarfilm, ist der einzige professionelle Filmverband in Österreich, der sich gezielt für den Dokumentarfilm einsetzt.
Die Gruppe umfasst sowohl Regisseure und Regisseurinnen als auch Produktionsfirmen und versteht sich als film- und medienspezifische Lobby der Dokumentarfilmschaffenden in Österreich.

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