23:21

Krimi

VPS 23:20

GBR 1981

2-Ton Stereo

16:9

Länge: 1h 51min

UT

Das Böse unter der Sonne

("Evil under the Sun")

Sir Peter Ustinov als Hercule Poirot

Agatha Christies berühmter belgischer Detektiv muss diesmal den Tod der Theaterdiva Arlene Marshall (Diana Rigg - "Mit Schirm, Charme und Melone") auf einer exklusiven Ferieninsel aufklären. Starbesetzter Krimi mit der Musik von Cole Porter.

Im Bild (v.li.): Peter Ustinov (Hercule Poirot), James Mason (Odell Gardener), Maggie Smith (Daphne Castle)(c)ORF/Degeto

INHALT

Auf einer idyllischen Ferieninsel im Mittelmeer wird die ehemalige Broadway-Diva Arlena Marshall ermordet aufgefunden. Alle Gäste des Hotels, in dem das Opfer abgestiegen war, haben neben einem Mordmotiv auch ein stichfestes Alibi vorzuweisen. Meisterdetektiv Hercule Poirot versucht, den raffinierten Mord aufzuklären.

(Hörfilm in Stereo-Zweikanaltontechnik: deutsch / englisch)

DARSTELLUNG
Peter Ustinov (Hercule Poirot)
Jane Birkin (Christine Redfern)
James Mason (Odell Gardener)
Colin Blakely (Sir Horace Blatt)
Diana Rigg (Arlena Marshall)
Denis Quilley (Capt. Marshall)
REGIE
Guy Hamilton
DREHBUCH
Anthony Shaffer
KAMERA
Chris Challis
MUSIK
Cole Porter
STORY
Agatha Christie (Roman)

Im Bild: Peter Ustinov bei der Vorstellung seines Buchs "Achtung! Vorurteile" am Freitag 12.12.2003 in Hamburg. Foto: APA/Ulrich Perrey dpa/lno

PETER USTINOV (1921 - 2004)

Humor war sein ganzes Leben. Keiner konnte so geistreich Anekdoten erzählen wie er. Der Charakterdarsteller, Autor, Regisseur und UNICEF-Botschafter starb im Alter von 82 Jahren am 28. März 2004 an den Folgen eines Herz- und Zuckerleidens in einer Klinik in der Nähe von Genf.

Geborener Kosmopolit

Der Sohn eines deutschen Journalisten russischer Abstammung und einer französischen Maskenbildnerin, deren Stammbaum sich bis nach Äthiopien und Italien erstreckt, wird am 16. April 1921 in London geboren. Mit 17 entdeckt der Polylinguist (er spricht fließend Deutsch, Englisch, Russisch, Französisch, Spanisch und Italienisch) die Schauspielerei und inszeniert bereits im Alter von 25 Jahren seinen ersten Film. Unvergesslich ist seine Darstellung als irrer Kaiser Nero im Sandalen-Klassiker "Quo Vadis" (1951), die ihm einen Golden Globe und seine erste Oscarnominierung einbrachte.

Bild: Der britische Schauspieler, Regisseur und Autor Peter Ustinov, hier auf einem Archivbild vom 10.3.1994, wurde im Jahr 1990 von der Queen geadelt. Quelle. APA/DPA

Zwei Oscars

Zweimal wurde ihm der Oscar als Bester Nebendarsteller verliehen - 1961 für seine Rolle des Sklavenhändlers in "Spartacus" und 1965 für seine Darstellung des unbeholfenen Fremdenführers Arthur in der Gaunerkomödie "Topkapi". Als Agatha Christies Meisterdetektiv Hercule Poirot in "Tod am Nil" (1978), "Das Böse unter der Sonne" und "Rendezvous mit einer Leiche" (1988) machte er ebenso gute Figur wie als mitfühlender Arzt im Drama "Lorenzos Öl" (1992). Seine letzte Rolle spielte er als Friedrich der Weise im Historienfilm "Luther" (2003).

Bild: Sir Peter Ustinov und Gregory Peck während der Filmfestspiele in Cannes im Mai 1972. Quelle: APA/AFP

Zum Sir geschlagen

1990 wurde Weltbürger Ustinov von der Queen zum Ritter geschlagen und darf sich fortan SIR Peter Ustinov nennen. Selbst diese Auszeichnung betrachtet der so Geehrte nicht ganz ohne Selbstironie: "Ich bekam einen Vordruck zugeschickt, auf dem ich ankreuzen sollte, ob ich beim Ritterschlag niederknien könne oder lieber stehen bleiben wolle. Natürlich gehörte ich zu denen, die noch runterkommen. Aber leider fragte mich der Vordruck nicht, ob ich auch wieder hochkomme ..."

Bild: Peter Ustinov in jungen Jahren in einem undatierten Foto mit seiner zweiten Ehefrau Suzanne Cloutier in Paris, Quelle: APA/AFP / POOL

Vielseitiges Multitalent

In mehr als 50 Filmen hat Ustinov mitgewirkt, über zehn Romane und zahlreiche Theaterstücke verfasst, er inszenierte Opern (u. a. 1987 bei den Salzburger Festspielen Mozarts "Figaros Hochzeit") und Theateraufführungen und begeisterte als begnadeter Komiker und Zitatenschatz. Seit dem Jahr 1971 setzt er sich als UNICEF-Botschafter für die Kinder dieser Welt ein und gründete auch eine eigenen Stiftung. Ustinov, der vier Jahrzehnte in Bursins (Kanton Waadt) am Genfer See gelebt hatte, schottete sein Privatleben vor der Öffentlichkeit weitgehend ab. Er war drei Mal verheiratet und Vater von vier Kindern. Von 1972 bis zu seinem Tod im Jahre 2004 war er mit der französischen Schriftstellerin Helene du Lau d'Allemans verheiratet.

LIVE-STREAM

Diese Sendung wird auch als Live-Stream in der ORF-TV-Thek angeboten.

(In Stereo-Zweikanaltontechnik: deutsch / englisch)