0:00

Drama

VPS 0:05

DEU 2010

Stereo

16:9 LB

Länge: 1h 51min

'80 Jahre Novemberpogrom'

Die Kinder von Paris

("La rafle")

Historiendrama aus Frankreich

Mit den französischen Topstars Jean Reno, Mélanie Laurent ('Inglourious Basterds') und Gad Elmaleh verfilmte Regisseurin und Drehbuchautorin Rose Bosch eines der dunkelsten Kapitel des von Nazi-Deutschland besetzten Frankreichs, die infame 'Rafle du Vel' d'Hiv' (Razzia des Winter-Velodroms) am 16. Juni 1942 in Paris.

Im Bild: Gad Elmaleh (Schmuel Weismann)(c)ORF/Beta Film/Bruno Calvo

Bei der Pariser Razzia im Sommer 1942 werden über 13.000 Juden verhaftet und schließlich deportiert. Der kleine Joseph gibt die Hoffnung nie auf, dem Schrecken zu entgehen - doch nur 25 der Deportierten haben überlebt. Zum hervorragend spielenden Ensemble gehören Jean Reno, Mélanie Laurent ('Inglourious Basterds'), Anne Brochet sowie Gad Elmaleh ('Hors de prix - Liebe um jeden Preis').

Die Idee zum Film stammt von dem Produzenten Ilan Goldman ("Die purpurnen Flüsse"), der in der jüdischen Gemeinde am Pariser Montmartre aufwuchs. Er und seine Frau Rose Bosch, die das Drehbuch schrieb und den Film inszenierte, waren schockiert, als sie herausfanden, dass dieses historisches Ereignis im französischen Kino nie ernsthaft thematisiert wurde und wollten mit der Verfilmung dieses kollektiven Traumas vor allem der Opfer gedenken.

ORF/Beta Film/Bruno Calvo

HISTORISCHER HINTERGRUND

Am 16. Juli 1942 begannen französische Behörden im Großraum Paris mit einer gigantischen Massenrazzia, die bereits einen Tag später abgeschlossen wurde: Im Auftrag der Vichy-Regierung, die wiederum in enger Absprache mit der deutschen Besatzungsmacht handelte, verhafteten einheimische Polizisten – eigenen Unterlagen zufolge – 13.152 jüdische Männer, Frauen und Kinder. Rund 7.000 verhaftete Juden gelangten unter Polizeibewachung in das Radrennstadion 'Vélodrome d'hiver' (Vel d'Hiv'), wo sie tagelang bei unerträglicher Hitze, ohne Nahrung und Trinkwasser und unter schlimmsten sanitären Verhältnissen ausharren mussten.

Auf Flüchtende wurde sofort geschossen, rund hundert Gefangene begingen noch im Vel d'Hiv’ Selbstmord. Am fünften Tag wurden die Eingeschlossenen in die Konzentrationslager von Beaune-La-Rolande und Pithiviers im Département Loiret (südlich von Paris) gebracht. Von dort erfolgte schließlich die Deportation in die deutschen Vernichtungslager im Osten, in erster Linie nach Auschwitz. Von den 13.152 verhafteten Juden kehrten nach Kriegsende nur 25 Erwachsene zurück.

Im Bild: Mélanie Laurent (Annette Monod)(c)ORF/Beta Film/Bruno Calvo

Im Bild: Jean Reno - ORF/Beta Film/Bruno Calvo

Inhalt

Paris, 1942. Die Stadt ist von den Deutschen besetzt. Der kleine Joseph Weisman und seine Familie ahnen noch nicht, welche Gefahr für sie als Juden von den fremden Truppen ausgeht. Am 16. Juli wird es jedoch schreckliche Gewissheit. Die französische Polizei verhaftet bei einer Razzia tausende jüdische Mitbürger und pfercht sie samt ihren Kindern in ein Radstadion ein. Die christliche Krankenschwester Annette und der jüdische Arzt Dr. Scheinbaum versuchen das Leid der Inhaftierten zu lindern. Die Deportationen nach Auschwitz sind jedoch nicht zu verhindern.

DARSTELLER
Jean Reno (Dr. David Sheinbaum)
Mélanie Laurent (Annette Monod)
Gad Elmaleh (Schmuel Weismann)
Anne Brochet (Dina Traube)
Raphaelle Agoué (Sura Weismann)
Hugo Leverdez (Joseph 'Jo' Weismann)
Oliver Cywie (Simon Zygler)
Mathieu Di Concetto (Noé Zygler)
Romain Di Concetto (Nono Zygler)
REGIE und DREHBUCH
Rose Bosch
KAMERA
David Ungaro
MUSIK
Christian Henson