10:03

Konzert

VPS 10:00

ISR 1973

Stereo

16:9

Länge: 1h 9min

Wiederholung am
16.08.2018, 02:20

tv.ORF.at/matinee

matinee Anlässl. des 100. GT von Leonard Bernstein am 25.8.:

Gustav Mahler - Das Lied von der Erde

(c) ORF

Das "Lied von der Erde" komponierte Gustav Mahler 1907 in einer Zeit voller privater Schicksalsschläge. So starb Mahlers ältere Tochter Maria Anna im Alter von vier Jahren an Diphtherie. Außerdem hatte er nach einer antisemitisch motivierten Pressekampagne gegen seine Person als Direktor der Wiener Hofoper zurücktreten müssen. Schließlich wurde in diesem Jahr auch eine schwere Herzkrankheit diagnostiziert, die 1911 zu seinem frühen Tod führen sollte.

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Leonard Bernstein mit dem Israel Philharmonic Orchestra und dem Solisten René Kollo und der Solistin Christa Ludwig

Das Werk steht zwischen Orchester-Liedzyklus und Sinfonie und Mahler meinte selbst, es wäre wohl das Persönlichste, was er bis dato geschrieben hätte.

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Über Mahlers Haltung zu der Komposition berichtete der Dirigent der postumen Uraufführung, Bruno Walter: Als ich [das Autograph] ihm zurückbrachte, fast unfähig, ein Wort darüber zu sprechen, schlug er den "Abschied" auf und sagte: "Was glauben Sie - Ist das überhaupt zum Aushalten? Werden sich die Menschen nicht darnach umbringen?" Dann wies er auf die rhythmischen Schwierigkeiten und fragte scherzend: "Haben Sie eine Ahnung, wie man das dirigieren soll? Ich nicht!".

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Leonard Bernstein

Leonard Bernstein war ohne Zweifel einer der größten Mahler-Dirigenten des 20. Jahrhunderts und prägte wesentlich die Mahler-Rezeption nach dem 2. Weltkrieg.

1972 nahm Bernstein in Tel Aviv mit dem Israel Philharmonic Orchestra und den Solisten René Kollo und Christa Ludwig Mahlers "Lied von der Erde" auf - eine Einspielung und Fernsehaufzeichnung, die von vielen als legendär bezeichnet wurde.

Regie: Humphrey Burton