21:55

Oper

VPS 22:00

AUT 2018

Stereo

16:9

ORF 2 Europe

Länge: 1h 55min

Live zeitversetzt von den Salzburger Festspielen:

Salome

(c) ORF

"Es ist das absolut schockierendste Stück der Opernliteratur", meinte Intendant Markus Hinterhäuser bei der Präsentation seiner diesjährigen Salzburger Festspielsaison. Tatsächlich verspricht Richard Strauss' Oper SALOME als zweite Premiere der Festspiele eine höchst interessante Interpretation in der eigens dafür umgebauten Felsenreitschule zu werden.

(c) Salzburger Festspiele/ Ruth Walz

Asmik Grigorian (Salome)

© Anne Zeuner

Romeo Castellucci

Immerhin hat man für die Inszenierung den italienischen Regisseur Romeo Castellucci und für die musikalische Leitung Franz Welser-Möst gewonnen.

 (c) Salzburger Festspiele/Julia Wesely

Franz Welser-Möst

Als Richard Strauss 1903 begann, eine gekürzte deutsche Übersetzung des Skandal umwitterten Stücks von Oscar Wilde zu vertonen, fand er - nach den symphonischen Dichtungen - mit Salome auch im Bereich der Oper zu einer eigenständigen Sprache. Der bis dahin ungeahnte Reichtum an Klangfarben wurde zu ihrem wesentlichen und unverwechselbaren Merkmal. Einmal mehr haben in Salzburg die Wiener Philharmoniker Gelegenheit, der von Strauss abverlangten, prachtvollen Klangentfaltung den schönsten Ausdruck zu verleihen.

(c) Salzburger Festspiele/Ruth Walz

Asmik Grigorian (Salome), Gábor Bretz (Jochanaan)

Schon im Vorfeld hat Regisseur Romeo Castellucci eine minimalistische Version der SALOME angekündigt, die "ohne einen Tropfen Blut" auskommen soll. Sein szenisches Bild stellt folgerichtig weniger die Kopftrophäe des Jochanaan in den Vordergrund, als die berührende Einsamkeit einer Frauenfigur, an der das Publikum Anteil nehmen kann.

(c) Salzburger Festspiele/ Ruth Walz

Asmik Grigorian (Salome)

So konzipiert er die von Asmik Grigorian gesungene Rolle der Salome als Angelpunkt und Flamme, die alles Anwesende belebt und sich schließlich im berühmten Tanz der sieben Schleier verbraucht.

Ihr zur Seite stehen John Daszak als Herodes, Anna Maria Chiuri als Herodias, Gábor Bretz als Jochanaan und Julian Prégardien als Narraboth.

Für die zeitversetzte Live-Übertragung im ORF übernimmt Henning Kasten die Bildregie, das Rahmenprogramm -mit einem filmischen Beitrag zum Mythos Salome von Barbara Pichler-Hausegger – moderiert die allseits geschätzte ORF-Kultur-Lady Barbara Rett.