20:15

Drama

VPS 20:14

USA 2016

Stereo

16:9 LB

Länge: 1h 28min

UT

Wiederholung am
18.01.2021, 01:10

Sully

("Sully")

Real-Life-Flugzeugdrama

Packendes Tatsachendrama von Clint Eastwood rund um die Beinahe-Flugzeugkatastrophe vor zwölf Jahren, als am 15. Jänner 2009 Flugkapitän Chesley 'Sully' Sullenberger durch eine Notwasserung im Hudson River 155 Menschen das Leben rettete. Obwohl als Helden gefeiert, wird Tom Hanks und seinem Ko-Pilot Aaron Eckhart ('London Has Fallen') von den Behörden menschliches Versagen vorgeworfen. Von einem Medienansturm und alptraumhaften Flash-Backs geplagt, stellen sich die Piloten dem Verfahren.

Tom Hanks als Held auf der Anklagebank

Die Nachricht der Landung eines vollbesetzten Airbus A320 auf dem New Yorker Hudson River am 15. Jänner 2009 sorgte für eine Sensation auf der ganzen Welt. Nachdem durch einen Vogelschwarm zwei Triebwerke ausgefallen waren, muss der erfahrene Captain Chesley Sullenberger (Tom Hanks) in Sekundenschnelle entscheiden, wie er das Flugzeug am sichersten auf den Boden bringt. Seinen ersten Gedanken, zurück zum LaGuardia Flughafen in Queens zu fliegen, verwirft er aufgrund der sinkenden Flughöhe. Auch der zweite vom Control-Tower vorgeschlagene Flughafen Teterboro ist zu riskant. Sully fasst den tollkühnen Plan, eine Notlandung auf dem Wasser durchzuführen, die noch nie zuvor mit einem Linienjet ausprobiert wurde. Der Plan glückt - alle 155 Passagiere des US-Airways Flugs 1549 werden gerettet und Captain Sully und sein Ko-Pilot Jeff Skiles (Aaron Eckhart) als Helden gefeiert. Doch schon bald wird Sully von den Behörden menschliches Versagen vorgeworfen und er muss vor einer Kommission seine Entscheidung rechtfertigen. Falls diese ihn für schuldig befindet, würde das für den damals 58-Jährigen das sichere Karriereende bedeuten.

Im Bild: Tom Hanks (Chesley 'Sully' Sullenberger), Aaron Eckhart (Jeff Skiles)(c)ORF/Pro7/Warner

Im Bild: Tom Hanks (Chesley 'Sully' Sullenberger), Aaron Eckhart (Jeff Skiles)(c)ORF/Pro7/Warner

Erstmalige Zusammenarbeit Eastwood-Hanks

Für seine 35. Regiearbeit ließ sich Altmeister Clint Eastwood von der Autobiografie von Chesley Sullenberger inspirieren und lieferte ein mit knapp 90 Minuten kompaktes Real-Life-Drama, das spannend wie ein Krimi abläuft. Für die Wahrheitsfindung werden die Ereignisse aus mehreren Perspektiven gezeigt und die atemberaubende Landung wurde tricktechnisch perfekt in Szene gesetzt. Erstmals arbeitet Eastwood mit Zweifach-Oscar-Preisträger Tom Hanks zusammen, der bereits anno 2013 als "Captain Phillips" einer Horde somalischer Piraten mutig die Stirn bot und nun als Captain Sully erneut einen bescheidenen Helden spielt.

Oscarnominierung für Bester Tonschnitt
Unterstützt wird Tom Hanks von Aaron Eckhart ("Thank You for Smoking") als loyaler Ko-Pilot Jeff Skiles und von Laura Linney ("Mystic River") als seine verzweifelte Ehefrau. Der 'echte' Captain Sully unterstützte den Film übrigens von der ersten Stunde an und stand dem Studio beratend am Set zur Seite. Bei der Oscarverleihung 2017 wurde der Film in der Kategorie Bester Tonschnit mit einer Nominierung geehrt.

Fotocredit: Laura Linney (Lorraine Sullenberger)(c)ORF/Pro7/Warner

 Fotocredit:ORF/Pro7/Warner

Inhalt

New York, am 15. Jänner 2009: Kurz nach dem Start von Flug 1549 fallen die Triebwerke des Airbus A320 wegen Vogelschlags aus. Der erfahrene Pilot Chesley 'Sully' Sullenberger entscheidet sich für eine riskante Notlandung im Hudson River und rettet so allen 155 Menschen an Bord das Leben. Während er als Held gefeiert wird, ermittelt die zuständige Behörde wegen menschlichen Versagens. Sully und sein Kopilot Jeff Skiles müssen sich rechtfertigen, weil sie nicht einen der nahegelegenen Flughäfen angesteuert haben. Ihre Anhörung wird von gigantischem Medieninteresse verfolgt.

DARSTELLER
Tom Hanks (Chesley 'Sully' Sullenberger)
Aaron Eckhart (Jeff Skiles)
Laura Linney (Lorraine Sullenberger)
Anna Gunn (Dr. Elizabeth Davis)
Autumn Reeser (Tess Soza),
Ann Cusack (Donna Dent)
Holt McCallany (Mike Cleary)
Mike O'Malley (Charles Porter)
REGIE
Clint Eastwood
DREHBUCH
Todd Komarnicki
KAMERA
Tom Stern

Bild: Tom Hanks und Ehefrau Rita Wilson bei der Weltpremiere von "The Circle" beim Tribeca Film Festival am 26. April 26, 2017 in New York. Quelle: APA/Bryan R. Smith / AFP

TOM HANKS

Tom Hanks wurde für seine Rolle des unschuldigen Naivlings Forrest Gump (nach "Philadelphia" im Jahre 1994) im Jahre 1995 mit seinem zweiten Oscar ausgezeichnet. Damit ist Hanks nach Spencer Tracy (1937 und 1938) der einzige Schauspieler, der zweimal hintereinander die begehrte Trophäe in Empfang nehmen durfte.

Für Steven Spielbergs "Saving Private Ryan" und der Robinsonade "Cast Away - Verschollen" (ebenfalls von Gump-Regisseur Zemeckis inszeniert ) wurde der "All-American-Guy" Tom Hanks für zwei weitere Oscars nominiert.

Hanks übernahm die Hauptrolle in den Verfilmungen der Dan-Brown-Bestseller "Sakrileg" (Original: "The Da Vinci Code") und "Illuminati" (Original: "Angels & Demons"), Regie führte Ron Howard ("Apollo 13"). Hanks schlüpfte dabei in die Rolle des Symbolforschers Robert Langdon der in der fiktiven Story geheimen Bruderschaften und dunklen Kirchengeheimnisses nachgeht. Sein drittes Abenteuer als Professor Langdon, "Inferno"(2016) mit Ben Foster und Felicity Jones an seiner Seite, feierte am 28.4.2019 seine ORF-Premiere. Mit Regisseur Howard arbeitete Hanks bereits in "Apollo 13" und "Splash" zusammen.

In der Verfilmung des Dave-Eggers-Bestsellers "The Circle"(2017) übernahm Tom Hanks die Rolle des größenwahnsinnigen Digital-Visionärs Bailey und war auch als ausführender Produzent mit an Bord.

CLINT EASTWOOD

Das Hollywood-Urgestein hat neben seiner Arbeit als Schauspieler seit seinem Debütwerk "Play Misty for me" (1971) in über 35 Filmen Regie geführt. Zuletzt brachte Eastwood das Terrordrama "The 15:17 to Paris"(2018) in die Kinos.

Der am 31. Mai 1930 in San Francisco geborene Altmeister machte zunächst als Seriendarsteller ("Rawhide" 1959-65) auf sich aufmerksam, eher er mit Sergio Leones Spaghetti-Western wie "Für eine Handvoll Dollar" (1964), "Für ein paar Dollar mehr" (1965) und "Zwei glorreiche Halunken" (1966) zum Superstar aufstieg. Als wortkarger Polizist "Dirty Harry" ballerte er sich in den 1970er und 1980er Jahren durch zahlreiche Kassenschlager.

Vier Oscars als Regisseur und Produzent
1971 bewährte sich der Schauspieler erstmals selbst als Regisseur für den Psychothriller "Sadistico" ("Play Misty for me"). 1992 erhielt er für den Western-Abgesang "Erbarmungslos" die Oscars für Beste Regie und Bester Film, ging allerdings als nominierter Hauptdarsteller leer aus. Eastwood war auch im Jahre 2004 für das Drama "Mystic River" in beiden Kategorien nominiert, wurde aber damals von "Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson ausgestochen.

Im Boxerdrama "Million Dollar Baby" spielt Clint Eastwood den langjährigen Boxmanager Frankie Dunn, der sich - nach anfänglichem Widerwillen - bereit erklärt, die junge Kellnerin Maggie Fitzgerald (die als Beste Hauptdarstellerin mit einem Oscar ausgezeichnete Hilary Swank) als Boxerin zu trainieren. Eastwood durfte für sein berührendes Werk je einen Oscar für Beste Regie und Bester Film im Jahre 2005 entgegennehmen.
Bild: Clint Eastwood bei der Premiere von "The 15:17 to Paris" im Warner Bros. Studios SJR Theater in Burbank, Kalifornien, am 5. Februar 2018. Quelle: APA/CHRIS DELMAS / AFP