20:15

VPS 20:15

 2019

Stereo

16:9

Länge: 46min

UT

Wiederholung am
08.11.2019, 08:58

Dok 1

Die Feinde der Greta Thunberg

Die einen verehren sie als Heldin, die anderen verachten Greta Thunberg. Dok 1 wirft einen Blick in die Welt der Feinde der jungen Klimaaktivistin. "Meiner Meinung nach ist sie ein armes, krankes Kind. Ihre Eltern sollten eingesperrt werden." So drastisch äußert sich Michael Limburg, der den menschengemachten Klimawandel in Abrede stellt. Mariella Gittler fällt es schwer zu verstehen, warum die junge Frau so viel Ablehnung erfährt und stellt sich die Frage: "Warum wird Greta Thunberg so leidenschaftlich gehasst?" Auf der Suche nach Antworten spricht sie mit Befürwortern und Kritikern Gretas sowie mit Industrievertretern und Experten. So besucht sie u.a. OMV-Chef Rainer Seele in der Raffinerie Schwechat, der Greta Thunberg zwar für "eine beeindruckende Persönlichkeit, die dem Klimawandel eine Stimme gegeben hat" hält, die öffentliche Klimadebatte jedoch als "schwer hysterisch" bezeichnet, diskutiert mit einem niederösterreichischen Landhofbesitzer mit Schaf- und Pferdezucht, der in Sozialen Medien scharf die "Respektlosigkeit" der Fridays For Future-Bewegung kritisiert, besucht einen IT-Unternehmer mit Pilotenschein am Hangar des Flugfeld Vöslau, der sich gegen "Flight Shaming", also Flugscham, und die "Marketing-Maschinerie hinter Thunberg" ausspricht. Vertreter der jungen Fridays For Future-Bewegung wiederum sehen einen Generationenkonflikt. Dok 1 begleitet die Greta-Fans beim großen Earth Strike inmitten 70.000 Demonstranten durch Wien. Über die wissenschaftliche Faktenlage spricht Gittler mit dem Klimaforscher Dr. Harald Rieder von der Boku Wien. So sehr Thunberg für ihren Mut und ihre Standhaftigkeit bewundert und gelobt wird, so sehr wird sie auch abgelehnt, kritisiert, ja sogar gehasst. Gegner werfen ihr etwa vor, eine reine PR-Figur zu sein, die einer grünen Industrie in die Hände spielt. Andere bezeichnen das Mädchen aufgrund ihres Aspergers-Syndroms, eine Form des Autismus, als psychisch krank und sprechen ihr jegliche Integrität ab. In Sozialen Medien wird sie häufig für Ihr Anderssein und ihr Aussehen diffamiert, nach ihrer letzten Rede in New York erhielt sie sogar Morddrohungen. Das Phänomen Thunberg analysiert außerdem die Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Irene Neverla.