18:29

VPS 18:30

AUT

Stereo

16:9

Länge: 23min

UT

Wiederholung am
21.05.2019, 10:20

tv.orf.at/newton

Newton

Astronauten im Eis - Ɯberleben in der Antarktis

Eisige Kälte bis zu minus 80 Grad Celsius, wenig Sauerstoff, dreieinhalb Monate totale Finsternis: Ein Jahr lang hat die österreichische Ärztin Carmen Possnig im Auftrag der europäischen Weltraumagentur ESA in der Antarktis verbracht. Ihre Mission: Medizinische Forschung betreiben, um herauszufinden wie sich ein Leben in Isolation, Dunkelheit und extremen Temperaturen auf Körper und Psyche auswirkt.

Völlig abgeschieden lieg die französisch-italienische Forschungsstation "Concordia" im Landesinneren der Ost-Antarktis. Sauerstoffgehalt und Luftdruck entsprechen einer Höhe von 4000 Metern über dem Meeresspiegel. Neun Monate ist die Station völlig von der Außenwelt abgeschnitten, dazu kommen Monate völliger Dunkelheit. Die dreizehnköpfige Überwinterungscrew ist über Monate völlig auf sich allein gestellt. Kontakt nach außen gibt es nur via Internet.
Auch das Angebot an frischen Lebensmitteln ist beschränkt.
Nun wurde erstmals in einem High-Tech- Container auf der deutschen Antarktisstation „Neumayer III“ Obst und Gemüse gezüchtet. Ein autonomes Gewächshaus, das auch im Weltall funktionieren soll, hat die deutsche Crew mit frischem Salat und Gemüse versorgt.
Carmen Possnig hat den Anpassungsprozess an die extremen Bedingungen in der Antarktis an sich selbst und der Crew untersucht. Ihre Forschung soll wichtige Daten für Langzeit-Weltraummissionen zum Mond oder Mars liefern.

Gestaltung: Susanne Kainberger
Moderation: Matthias Euba