zeit.geschichte

Irak - Zerstörung einer Nation

ORF III zeigt in deutschsprachiger Erstausstrahlung die neue 4-teilige Dokumentationsreihe von Jean-Pierre Canet. Erstmals gibt ein Film umfassende Einblicke in die weltpolitischen Zusammenhänge der 40 Jahre dauernden Zerstörung des Irak.

zeit.geschichte: Irak - Zerstörung einer Nation (1/4)

Doku-Reihe, 2020

zeit.geschichte: Irak - Zerstörung einer Nation (2/4)

Doku-Reihe, 2020

zeit.geschichte: Irak - Zerstörung einer Nation (3/4)

Doku-Reihe, 2020

zeit.geschichte: Irak - Zerstörung einer Nation (4/4)

Doku-Reihe, 2020

Die Dokumentation zeichnet die Zerstörung einer Nation nach - von den ersten Tagen des Iran-Irak-Krieges bis zum Folgekrieg 2003 und dem Fall des Islamischen Staats 2017. Sie beschreibt die geopolitischen Beziehungen zwischen dem Irak, den Vereinigten Staaten und den großen internationalen Mächten, die bei diesen Kriegen miteinander kollidierten. Lügen, Verrat, Manipulation und erfundene Informationen spielten eine große Rolle beim Untergang der irakischen Nation. Anhand von Interviews mit zentralen Schlüsselfiguren - hochrangigen Politikern, Historikern und Zivilisten - wird der Zusammenbruch des Iraks zum ersten Mal vollständig im Fernsehen erzählt. Dank des Zugangs zu exklusivem Archiv- und Dokumentenmaterial wirft dieser geopolitische Thriller ein neues Licht auf eine Tragödie, die die Welt, in der wir heute leben, entscheidend verändert hat.

Irak - Zerstörung einer Nation

Originaltitel: Iraq - Destruction of a Nation

ORF/ZED

Denkmalsturz der Statue von Saddam in Bagdad am 9. April 2003.

Samstag, 27.2.2021, 20.15 Uhr
Wh. So 22.15 Uhr

Irak - Zerstörung einer Nation (1/4)

Doku-Reihe, 2020
(Originaltitel: „Iraq - Destruction of a Nation“)

Teil 1 der Dokumentation geht zurück in die 1980er Jahre, als Saddam Hussein (1937-2006), unterstützt vom Westen, am 22. September 1980 mit dem Angriff auf den Iran einen umfassenden Krieg gegen seinen Nachbarn beginnt. Saddam Hussein galt damals noch als Modernist und Europa sowie die Vereinigten Staaten sahen ihn als Schutzschild gegen den Islamismus. Dem Irak war im Kampf gegen den Islamisums alles erlaubt, auch der Einsatz chemischer Waffen, die von mehreren westlichen Unternehmen geliefert wurden. US-Präsident Ronald Reagan (1911-2004) initiierte sogar eine militärische Zusammenarbeit mit Bagdad, die sich als entscheidend erwies. Der Krieg endete nach acht Jahren mit einem Waffenstillstand. Saddam, der bereits von seinem Ego verzehrt wurde, stellte sich nun vor, von Washington, London und Paris beschützt zu werden. Er sollte Unrecht haben mit seiner Einschätzung.

Irak - Zerstörung einer Nation

Originaltitel: Iraq - Destruction of a Nation

ORF/ZED

Saddam Hussein bei der Machtübernahme 1979.

Irak - Zerstörung einer Nation

Originaltitel: Iraq - Destruction of a Nation

ORF/ZED

US Amerikanischer Krisenstab um Vizepräsident Dick Cheney, Herbst 2002

21.10 Uhr
Wh. So 23.10 Uhr

Irak - Zerstörung einer Nation (2/4)

Doku-Reihe, 2020

Der zweite Teil der Reihe erzählt von Saddam Husseins Angriff auf Kuwait. Saddam Hussein war überzeugt, dass die Großmächte es zulassen würden und fiel am 2. August 1990 in Kuwait ein. Doch im Jänner 1991 begann eine Koalition, angeführt von den USA und legitimiert durch den UN-Sicherheitsrat, mit Kampfhandlungen zur Befreiung Kuwaits. Der Zweite Golfkrieg hatte begonnen.

Der Zweite Golfkrieg, auch erster Irakkrieg genannt, war der erste Krieg, in dem arabische Länder offen gegeneinander kämpften. Er war außerdem der erste Großeinsatz der USA im Nahen Osten. Amerikaner, Engländer und Franzosen vereinbarten, den Irak zu bestrafen, ohne nach einer diplomatischen Lösung zu suchen. Der Golfkrieg war ebenso kurz wie verheerend: die Iraker sahen unter einer Flut von Feuer, wie ihre Infrastruktur dem Erdboden gleichgemacht wurde. 100.000 Soldaten und mindestens 60.000 Zivilisten starben. Es folgte ein zwölfjähriges Embargo, das das irakische Volk für den Größenwahn seines Präsidenten bezahlen ließ. Hunderttausende Kinder starben an Unterernährung. Eine schleichende Islamisierung der Jugend beginnt. Das Embargo ist weit davon entfernt, diese Entwicklung niederzuschlagen. Im Gegenteil, es stärkt das Regime von Saddam Hussein.

22.10 Uhr
Wh. Mo 00.05 Uhr

Irak - Zerstörung einer Nation (3/4)

Doku-Reihe, 2020

Der dritte Teil beschreibt die Geschehnisse rund um den Irakkrieg 2003 die zum Sturz und zur Hinrichtung Saddam Husseins führten. Ein Teil der amerikanischen Politiker scheint davon besessen zu sein, den irakischen Diktator zu stürzen; die Anschläge vom 11. September bieten ihnen eine einzigartige Gelegenheit dazu. Um den bevorstehenden Krieg zu rechtfertigen, beschuldigt Washington Saddam Hussein, Massenvernichtungswaffen zu besitzen und die für den 11. September verantwortlichen Al-Qaida-Terroristen unterstützt zu haben.

Der Krieg gegen den Irak beginnt am 20. März 2003. Chaos setzt ein. Vom Befreiungsstatus werden amerikanische Soldaten in den Augen der Iraker zu Invasoren. Die irakische Gesellschaft entflammt in religiöser Gewalt: Sunniten und irakische Schiiten treffen in einem beispiellosen Krieg aufeinander.

Irak - Zerstörung einer Nation

Originaltitel: Iraq - Destruction of a Nation

ORF/ZED

Saddam Hussein nach seiner Gefangennahme

Irak - Zerstörung einer Nation

Originaltitel: Iraq - Destruction of a Nation

ORF/ZED

Eroberung Bagdads im Frühjahr 2003

23.05 Uhr
Wh. Mo 01.00 Uhr

Irak - Zerstörung einer Nation (4/4)

Doku-Reihe, 2020

Der vierte und letzte Teil der Dokumentationsreihe befasst sich mit den Geschehnissen im Irak nach der Hinrichtung Saddam Husseins. Im Jahr 2007 tobt ein Bürgerkrieg im Irak. Ein Jahr zuvor war Saddam Hussein wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit hingerichtet worden. Er war ein Diktator, aber es war ihm gelungen, das irakische Volk aus Sunniten, Schiiten sowie ethnischen und religiösen Minderheiten zusammenzuhalten. Die Amerikaner sind überwältigt von der Gewalt, die das Land, in dem der islamistische Terrorismus gedeiht, auseinanderreißt. Mit Millionen von Dollars finanzieren die USA die sunnitischen Stämme, um Al-Qaida im Irak zu bekämpfen und das neue Regime zu unterstützen. Aber Barack Obama beschließt, 2011 die amerikanischen Truppen aus dem Irak abzuziehen und überlässt das Feld dem iranischen Nachbarn, der es unter seinen Einfluss bringt. Ein zweiter Bürgerkrieg bricht zwischen von Iranern unterstützten Schiiten und Sunniten aus, von denen sich viele erneut den Reihen der Al-Qaida im Irak anschließen. Der „Islamische Staat“ (IS) entsteht. Vom irakischen Staat ist kaum noch etwas übrig.

Irak - Zerstörung einer Nation

Originaltitel: Iraq - Destruction of a Nation

ORF/ZED

Fahrt durch das zerstörte Mossul


Weitere Sendungen dieser Reihe: