Werktäglich aktuelle Kulturnachrichten

Kultur Heute

Patrick Zwerger mit aktuellen Kulturnachrichten aus aller Welt.

Freitag, 19.2.2021, 19.45 Uhr
Wh. Sa, So und Mo 06.35 Uhr

Stiftung Mozarteum in der Krise

In der österreichischen Kunst- und Kulturlandschaft wird die finanzielle Situation zunehmen prekär: Stark betroffen ist etwa die Salzburger Stiftung Mozarteum, die als gemeinnütziger Verein keinen Umsatzersatz bekommt und somit auf Einnahmen aus den Mozart-Museen sowie der Mozartwoche angewiesen ist. Die Mozartwoche wurde zwar Ende Jänner digital veranstaltet, jedoch wurde ein Verlust in siebenstelliger Höhe verzeichnet. Daher müssen nun Sparmaßnahmen gesetzt werden, wie etwa eine Einschränkung des Konzertbetriebs und die Absage des Musikfestivals „DIALOGE“ für die nächsten zwei Jahre. Als Reaktion darauf hat der amtierende Konzertchef seinen Abschied bekanntgegeben.

Lipizzanergestüt Piber wird digitalisiert

Mit modernsten technischen Mitteln wird das Lipizzanergestüt Piber und dessen Umgebung millimetergenau vermessen und digitalisiert. Dahinter steckt ein Forschungsprojekt - die Ergebnisse sollen in einer Sonderausstellung präsentiert werden.

„Gott ist nicht schüchtern“ im Werk X

Ebenfalls digital aufgezeichnet wurde gestern Abend das Stück „Gott ist nicht schüchtern“ im Wiener Theater „Werk X“. Das Stück erzählt die Geschichte einer Schauspielerin und eines Chirurgen, die im Zuge des syrischen Bürgerkriegs flüchten mussten und Jahre später in Berlin wieder aufeinander treffen. Theaterkritiker Heinz Sichrovsky sagt uns, wie es ihm gefallen hat.

Theaterkritiker Sichrovsky über „Gott ist nicht schüchtern“

Ebenfalls digital aufgezeichnet wurde gestern Abend das Stück „Gott ist nicht schüchtern“ im Wiener Theater „Werk X“. Das Stück erzählt die Geschichte einer Schauspielerin und eines Chirurgen, die im Zuge des syrischen Bürgerkriegs flüchten mussten und Jahre später in Berlin wieder aufeinander treffen. Theaterkritiker Heinz Sichrovsky sagt uns, wie es ihm gefallen hat.

Unruhen in Spanien nach Verhaftung des Rappers Pablo Hasél

Der katalonische Rapper Pablo Hasél wurde wegen Majestätsbeleidigung verhaftet und verurteilt. In einem Rap mit dem Titel „Tod den Bourbonen“ nannte er Ex-König Juan Carlos einen Parasiten, dem er den Tod wünscht. Tausende Jugendliche machten ihrem Zorn bei Demonstrationen Luft.

Mut zur Wut

ORF Online beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen Corona und Wut. Dazu ist Online-Chefredakteur Gerald Heidegger ins Kultur Heute-Studio gekommen.

Kulturmeldungen des Tages:

  • Brandauer wieder in Hauptrolle am Burgtheater?
    Gerüchten zufolge soll Klaus Maria Brandauer in Burgtheater-Direktor Martin Kušejs Inszenierung von „Geschlossene Gesellschaft“ von Jean-Paul Sartre die Hauptrolle spielen. Weitere Details gibt es aber noch nicht, wie der Kurier gestern berichtete. Dass sich Kušej mit dem Stoff beschäftige, bestätigt das Burgtheater, Brandauers Engagement aber nicht. Man wolle „dann informieren, wenn die Planung so weit feststeht," so das Burgtheater.
  • Jesse Plemons spielt neben De Niro und DiCaprio
    Regisseur Martin Scorsese holt für seinen Thriller „Killers of the Flower Moon“ US-Schauspieler Jesse Plemons als Hauptdarsteller vor die Kamera. Leonardo DiCaprio und Robert De Niro sind in Nebenrollen zu sehen, wie Branchenblätter berichten. Der Thriller dreht sich um eine Mordserie an Mitgliedern des Osage-Indianerstamms in den 1920er-Jahren in Oklahoma.
  • Reggae-Pionier „U-Roy“ Beckford gestorben
    Der jamaikanische Reggae-Pionier Ewart „U-Roy“ Beckford ist gestern gestorben, wie seine Plattenfirma berichtete. Die Todesursache wurde nicht bekannt gegeben. Beckford, auch „Daddy U-Roy“ genannt, wird eine Vorreiterrolle bei der Entstehung des Hip-Hops zugeschrieben. Im Laufe seiner langen Karriere arbeitete Beckford mit Größen der jamaikanischen Musik wie Lee „Scratch“ Perry, Peter Tosh und Toots and the Maytals zusammen. „U-Roy“ wurde 78 Jahre alt.
  • Werke aus Christos Erbe versteigert
    Kunstwerke aus der privaten Hinterlassenschaft des Verhüllungskünstlers Christo und dessen Ehefrau Jeanne-Claude sind in Paris für insgesamt acht Millionen Euro versteigert worden. Die Werke wurden von Sammlern aus Europa, den USA und Asien erstanden, wie das Auktionshaus Sotheby’s gestern mitteilte. Zu den verkauften Stücken gehörten unter anderen Zeichnungen zur Vorbereitung der berühmten Installation „The Umbrellas“. Christo war im Juni vergangenen Jahres im Alter von 84 Jahren in New York verstorben.

Dieser Sendungsteil kann aus rechtlichen Gründen nicht im Internet gezeigt werden.

Centre Pompidou in Paris wird renoviert

Wie alle anderen Kultureinrichtungen in Frankreich, ist auch das Pariser Centre Pompidou aktuell geschlossen. Nun hat das Museum für moderne Kunst jedoch eine weitere Schließung angekündigt: ab 2023 soll das Haus für mindestens drei Jahre renoviert werden - was auch für umliegende Bars und Restaurants einen weiteren Schlag nach der Corona-Krise bedeuten würde.

Wir spielen für Österreich: „Carmen" in der Wiener Staatsoper“

ORF III zeigt in der Reihe „Wir spielen für Österreich“ am Sonntag die Premiere der Neuinszenierung der „Carmen“ der Wiener Staatsoper. Rainer Keplinger war bei einer der letzten Proben dabei.
Mehr dazu: Wir spielen für Österreich: „Carmen“ aus der Wiener Staatsoper

Geschichte und Handlung der Oper „Carmen“

Anlässlich der Staatsopern-Premiere am Sonntag hat Karoline Schifferegger einen Blick ins Archiv geworfen und sich Geschichte und Handlung der „Carmen“ genauer angesehen.

Moderation und Redaktion:
Ani Gülgün-Mayr, Peter Fässlacher und Patrick Zwerger

Kulturmagazin, 2021


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Kultur Heute

    Patrick Zwerger mit aktuellen Kulturnachrichten aus aller Welt.

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    Patrick Zwerger mit aktuellen Kulturnachrichten aus aller Welt.

  • Kultur Heute Spezial

    Patrick Zwerger begrüßt die Zuseherinnen und Zuseher heute aus dem Theater in der Josefstadt.

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