Wilde Reise mit Erich Pröll

Amerikas Naturwunder: Das Tor zur Arktis

Die Wilde Reise führt in ein unberührtes Naturjuwel im Nordosten Amerikas. Die Region jenseits des Polarkreises besticht mit atemberaubender landschaftlicher Vielfältigkeit und beherbergt Erstaunliches: Säugetiere, die eingefroren den Winter überdauern und eine Sandwüste mit Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius.

Wilde Reise mit Erich Pröll: Amerikas Naturwunder - Das Tor zur Arktis (1/2)

Dokumentation, 2015

Donnerstag, 12.11.2020, 20.15 Uhr
Wh. 23.20 Uhr, Fr 04.55 Uhr

Nordalaska ist menschenleer und unzugänglich. Hoch oben, in den Bergen der Brooks Range, liegt der Nationalpark Gates of the Arctic; keine Häuser, keine Straßen, nicht einmal Wanderwege gibt es hier. Und nur wenige tausend Besucher pro Jahr, meist Abenteurer, Bergsteiger oder Jäger. Ihnen eröffnet sich ein Labyrinth aus Gletschern, Talsenken, zerklüftet schroffen Bergketten und dichten Wäldern. Und eine erstaunliche Tierwelt: Moschusochsen, Wölfe, Karibus und Bären beleben die unberührte Wildnis.

Amerikas Naturwunder 
Teil 1: Das Tor zur Arktis

ORF/NDR Studios/Hamburg/Doclights GmbH

Der Nationalpark Gates of the Arctic

Mit einer Fläche von rund 30.000 Quadratkilometern ist der Nationalpark Gates of the Arctic der zweitgrößte der USA. Das riesige Gebiet öffnet sich nach Norden in eine gigantische Ebene, die bis zur arktischen Küste Alaskas reicht. Dort verbringen Eisbären den Sommer und warten auf das Zufrieren des Nordpolarmeeres.

Im südlichen Teil des Nationalparks liegt das Kobuk National Preserve mit seinen einzigartigen arktischen Sanddünen. Entlang der schroffen Bergketten der Brooks Range sowie in den Weiten der arktischen Tundra beleben Dall-Schafe, Wölfe, Grizzlys, Moschusochsen und Elche die unberührte Landschaft. Diese Region ist bekannt für riesige Karibu-Herden mit bis zu 300.000 Tieren. Auf ihren jährlichen Wanderungen haben die Karibus nicht nur steile Berghänge zu überwinden, auch die zahlreichen reißenden Tundraflüsse gilt es mit ihren Jungen zu überqueren.

Amerikas Naturwunder 
Teil 1: Das Tor zur Arktis

ORF/NDR Studios/Hamburg/Doclights GmbH

Dall-Schaf

Der Nationalpark Gates of the Arctic ist eine Welt, die weitgehend ohne Menschen auskommt. Hier findet man keine Besucherzentren und keine Campingplätze. Es ist ein Schutzgebiet allein um seiner selbst willen. Grizzlybären leben hier so ungestört wie sonst nirgends. Nahrung ist allerdings knapp und nur verteilt. Daher sind sie ununterbrochen auf der Suche und streifen durch riesige Gebiete. Nur an wenigen Stellen versammeln sich im Spätsommer größere Gruppen der Einzelgänger, um Lachse zu fangen.

Amerikas Naturwunder 
Teil 1: Das Tor zur Arktis

ORF/NDR Studios/Hamburg/Doclights GmbH

Eisbären

Das Klima im Nationalpark ist extrem. Der Winter ist lang und bitterkalt, die Wildnis scheint wie ausgestorben. Viele Tierarten verlassen das Gebiet zu dieser Zeit. Wer bleibt, muss sich perfekt anpassen. Meisterhaft haben das die Arktischen Ziesel gelöst: sie sparen Energie, indem sie im Winterschlaf ihre Körpertemperatur unter den Gefrierpunkt absenken - einmalig für ein Säugetier. Eisfrösche können ihre Körperflüssigkeiten im Winter zu einem Drittel einfrieren lassen. Die Wärme der ersten Sonnenstrahlen sowie die innere Uhr setzen den Stoffwechselprozess dann im Frühling wieder in Gang. Der kurze Sommer bringt angenehme Temperaturen, genügend Nahrung und - ein kleiner Wermutstropfen - riesige Stechmückenschwärme. Sie plagen die Tierwelt - kein Fell scheint dicht genug.

Amerikas Naturwunder 
Teil 1: Das Tor zur Arktis

ORF/NDR Studios/Hamburg/Doclights GmbH

Aurora Borealis - Polarlicht in Nähe des Nordpols

Amerikas Naturwunder 
Teil 1: Das Tor zur Arktis

ORF/NDR Studios/Hamburg/Doclights GmbH

Nordalaska

Film von von Uwe Anders

Dokumentation, 2015


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