Werktäglich aktuelle Kulturnachrichten

KulturHeute

Das ORF-III-Kulturmagazin begleitet ab heute die zweite „Österreichische Indie Label Woche“. Jeden Tag treffen sich dabei Indie-Label-Betreiberinnen und -Betreiber sowie jeweils ein Musik-Act an einem Ort ihrer Wahl.

Montag, 12.10.2020, 19.45 Uhr
Wh. Di 06.35 Uhr

Theater-Satire „Mein Kampf“ am Wiener Burgtheater

George Tabori (1914-2007) hat vor 33 Jahren für einen Skandal gesorgt, als er Adolf Hitler als Komödienfigur auf die Bühne des Akademietheaters brachte. Heute gilt die Farce „Mein Kampf“ als moderner Klassiker und als eines der wichtigsten Theaterstücke der 1980er Jahre. Am Freitag, dem 9. Oktober, hat eine Neuinszenierung des Stücks am Wiener Burgtheater Premiere gefeiert. Theaterkritiker Heinz Sichrovsky sagt uns, wie es ihm gefallen hat.

„Utopien und Apokalypsen“ im Literaturmuseum

Im Literaturmuseum Wien beschäftigt sich eine Ausstellung mit Zukunftsvisionen und Weltuntergangsszenarien. Die Schau mit dem Titel „Utopien und Apokalypsen“ macht gerade im Corona-Jahr deutlich, wie eng Fiktion und Realität oft beieinander liegen.

Jüdisches Filmfestival in Wien

„Tear down the walls“ lautet das Motto des diesjährigen jüdischen Filmfestivals in Wien - angelehnt an den Ruf Ronald Reagans an Michail Gorbatschow: „Tear down this wall!“ 1987 in Berlin. Eröffnet wurde das Festival mit dem Film „Crescendo“ in dem Peter Simonischek als Dirigent zu sehen ist. Das Festival dauert noch bis 21. Oktober 2020.
Mehr dazu www.jfw.at

„Fragile Schöpfung“ im Dom Museum

Das Wiener Dom Museum wurde dieses Jahr mit dem Österreichischen Museumspreis als „Museum des Jahres“ ausgezeichnet. Seit 1. Oktober d. J. beschäftigt sich eine neue Ausstellung im Dom Museum mit der Beziehung zwischen „Welt und Umwelt“. In Werken von rund 40 Künstlerinnen und Künstlern wird das Motto „Fragile Schöpfung“ beleuchtet.
Mehr dazu www.dommuseum.at

Mark Ruffalo im Umweltdrama „Vergiftete Wahrheit“

Im Film „Dark Water“, deutscher Titel „Vergiftete Wahrheit“ steht die Umwelt im Mittelpunkt. Mark Ruffalo spielt darin einen Anwalt, der auf einen der größten Umweltskandale der Geschichte stößt und es mit einer mächtigen Firma aufnehmen muss. Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit und ist derzeit in den heimischen Kinos zu sehen.

Indie-Label-Woche

Nach dem erfolgreichen Auftakt 2019 geht die „Österreichische Indie Label Woche“ heuer von 19. bis 24. Oktober 2020 im Wiener Szenelokal „Reigen“ zum zweiten Mal über die Bühne. Neben den großen Plattenfirmen gibt es in Österreich viele kleine, sogenannte Independent-Labels, die sich heimischer Musik – meist abseits des Mainstream – widmen. Sechs Tage lang präsentieren Indie-Labels einen Auszug ihres Schaffens und kuratieren je einen Abend mit ihren Musikerinnen und Musikern. Zur Einstimmung auf die zweite „Österreichische Indie Label Woche“ präsentiert ORF III bereits in der Vorwoche, von 12. bis 19. Oktober, in KulturHeute werktäglich Porträts österreichischer Indie-Labels. Dabei treffen einander die Indie-Labelbetreiberinnen und -betreiber sowie jeweils ein Musik-Act an einem Ort ihrer Wahl.

Den Anfang macht heute das Label Rhythm & Poetry. Stellvertretend für Labelgründer und Beatbox-Legende fii ist „Indie Label Woche“-Veranstalter Till Philippi zu Gast; als Act überzeugt die Steirerin Gini mit ihrem spektakulären Pop-Sound, der Feminismus, Selbstliebe und Diversität auf einzigartige Weise, mit viel Energie und exaltierten Dancemoves thematisiert.

Kulturmeldungen des Tages:

  • Kulturhauptstadt Salzkammergut: Geschäftsführung fixiert
    Die Geschäftsführung des Projekts „Europäische Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024“ wurde fixiert. Kaufmännische Geschäftsführerin wird Manuela Reichert, die etwa die Philharmonie Salzburg sowie den Kulturpark Traun geleitet hat. Künstlerischer Geschäftsführer wird Stephan Rabl, der das Theaterhaus „Dschungel Wien“ gegründet und in Linz das Theaterfestival „Schäxpir“ konzipiert hat. Die beiden haben sich gegen insgesamt 63 Bewerberinnen und Bewerber durchgesetzt.
  • Denkmal der „Kärntner Einheit“ beschmiert
    In Klagenfurt wurde am Samstag der 100. Jahrestag der Kärntner Volksabstimmung gefeiert. Doch nur wenige Stunden später kam es zu einem Vandalenakt, der große Wellen schlägt: die Stätte der Kärntner Einheit wurde von Unbekannten mit einem Schriftzug besprüht, der übersetzt „Tod dem Faschismus“ bedeutet. Die Aktion wurde von Bundespräsident Alexander van der Bellen ebenso scharf verurteilt, wie vom Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser und dem slowenischen Regierungschef Janez Janša. Der Verfassungsschutz ermittelt.
  • Kabarettfestival Ybbsiade 2021 abgesagt
    Die „Ybbsiade“ wurde für das Jahr 2021 abgesagt. Das Kabarettfestival hätte am 8. April starten sollen. Als Grund für die Absage nennt Intendant Joesie Prokopetz die weitere unsichere Entwicklung der Corona-Pandemie. Dennoch - es gibt ein Ersatzprogramm: insgesamt 12 der 15 heuer abgesagten Programmpunkte werden über das Jahr verteilt nachgeholt. Darunter die Auftritte von Thomas Stipsits, Lukas Resetarits, Heinz Marecek und Viktor Gernot.
  • Luciano Pavarotti wäre heute 85
    Der Geburtstag des italienischen Opernstars Luciano Pavarotti jährt sich heute zum 85. Mal. Der 2007 verstorbene Sänger gilt bis heute als einer der berühmtesten Tenöre aller Zeiten. Seine Karriere begann er als Volksschullehrer und schaffte 1964 den Durchbruch am Londoner Opernhaus Covent Garden. Als Mitglied der „Drei Tenöre“ sowie durch die Zusammenarbeit mit zahlreichen Popstars wurde Pavarotti auch über die Grenzen der Klassikwelt hinaus zum Star.

Dieser Sendungsteil kann aus rechtlichen Gründen nicht im Internet gezeigt werden.

Wiener Symphoniker: Premiere für neuen Chefdirigenten

Nachdem Philippe Jordan als Musikdirektor an die Wiener Staatsoper gewechselt ist, wurde Andrés Orozco-Estrada zum neuen Chefdirigenten der Wiener Symphoniker bestellt. Seinen Antritt hat der Kolumbianer mit der Uraufführung eines Werks des Niederländischen Komponisten Carlijn Metselaar im Wiener Konzerthaus gefeiert.

Buchreihe „übermorgen“ präsentiert

In der essayistischen Reihe „übermorgen“ setzen sich Schriftstellerinnen und Schriftsteller mit aktuellen gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Themen auseinander und werfen einen Blick in die Zukunft. Nun wurden die ersten drei Bücher im Schauspielhaus Wien präsentiert, berichtet Magdalena Pichler.

Moderation und Redaktion:
Ani Gülgün-Mayr, Peter Fässlacher und Patrick Zwerger

Kulturmagazin, 2020


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