zeit.geschichte

Die großen Weltkonflikte - Der Koreakrieg

Vor 70 Jahren begann der Koreakrieg. Er war eine der ersten großen kriegerischen Auseinandersetzungen nach dem Zweiten Weltkrieg – und brachte die Welt kurze Zeit an den Rand eines Atomkrieges.

zeit.geschichte: Die großen Weltkonflikte - Der Koreakrieg

Dokumentation, 2019

Samstag, 12.9.2020, 20.15 Uhr
Wh. So 21.35 Uhr

Nur fünf Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs tobt ab 1950 ein neuer Konflikt. Drei Jahre wird der Koreakrieg dauern. 940.000 Soldaten kommen ums Leben, 3,000.000 Zivilisten sterben.

Am 25. Juni 1950 überschreiten nordkoreanische Truppen den 38. Breitengrad und greifen an. Der Koreakrieg bricht aus. Diesem Angriff gehen jahrelange Feindseligkeiten und Grenzscharmützel voraus. In diesem Stellvertreterkrieg kämpfen auf den ersten Blick die beiden koreanischen Staaten Nord- und Südkorea gegeneinander. Im Hintergrund standen alle größeren Mächte jener Zeit: China und die Sowjetunion auf Seiten Nordkoreas, die USA, Großbritannien und viele mehr in einer UN-Militärallianz auf Seiten Südkoreas. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist er ein Warnsignal für die ganze Welt. Er ist der erste heiße Konflikt im Kalten Krieg zwischen Ost und West. Das Ergebnis: zerrissene Familien und ein in der Mitte geteiltes Land. Ein Krieg der nie endete und deshalb bis heute die Weltpolitik bestimmt.

Die großen Weltkonflikte 
Der Koreakrieg

ORF/ARTE

Amerikanischer M4A3E8 Sherman Panzer am 38. Breitengrad.

Die großen Weltkonflikte 
Der Koreakrieg

ORF/ARTE/Naval Historical Center, Department of the Navy, Washington, D.C. - Naval History and Heritage Command photo 96378

Kämpfe in Seoul

Der Krieg ließ Sorgen vor einem Dritten Weltkrieg aufziehen. Nach bangen Monaten und zähen Verhandlungen konnte ein Waffenstillstand zwischen Nord- und Südkorea erzielt werden - eine fragile Vereinbarung, die nach wie vor besteht und die koreanische Halbinsel bis heute zu einem der gefährlichsten Konfliktherde der Welt macht.

Keine Mauer, sondern eine vier Kilometer breite und waffenstarrende Pufferzone trennt die beiden Länder heute. Und wenn an dieser Schnittstelle immer wieder Konflikte vom Zaun gebrochen werden oder Präsidenten aus Nah und Fern zu Verhandlungen aufmarschieren, dann wird klar, dass über dieser Weltgegend noch immer der Schatten eines Krieges liegt.

Der Koreakrieg ist heute und hierzulande beinahe vergessen. Spätestens mit dem Fall der Berliner Mauer schien die geopolitische Spaltung der Welt in Ost und West aufgehoben. Auf der koreanischen Halbinsel aber dauern die Leiden der Trennung, die Sehnsüchte nach Wiedervereinigung an. Und der Kontrast zwischen Nord und Süd könnte größer nicht sein. Wer heute durch Seoul spaziert, bewegt sich durch eine hoch technologisierte, wohlhabende und demokratisch regierte Metropole. 53 Kilometer weiter nördlich beginnt abrupt ein Reich der diktatorischen Willkür, bitteren Armut und atomaren Drohkulisse.

Andreas Pfeifer präsentiert diese spannende Dokumentation, die einen genauen Blick auf Ursachen, Abläufe und Folgen eines beinahe vergessenen Kriegs gibt, der ohne den Kalten Krieg nicht zu verstehen ist.

Die großen Weltkonflikte 
Der Koreakrieg

ORF/Film ARTE/Maj. R. V. Spencer, UAF (Navy). U.S. Army Korea

Mit ihrem Bruder auf dem Rücken stapft ein koreanisches Mädchen müde an einem M-26-Panzer vorbei in Haengju, Korea. 9. Juni 1951.

Die großen Weltkonflikte 
Der Koreakrieg

ORF/ARTE

Zwei amerikanische 155mm-GMC-M40-Panzer.

Dokumentation, 2019


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