Das ganz normale Verhalten der Österreicher beim Autofahren

Ein letztes Mal erkundet Rudi Roubinek am Donnerstag, dem 10. September 2020, für ORF III „Das ganz normale Verhalten der Österreicher".

Das ganz normale Verhalten der Österreicher... beim Autofahren

Reportage, 2020

Donnerstag, 10.9.2020, 20.15 Uhr
Wh. 23.40 Uhr, So 05.10 Uhr,
Mo 05.40 Uhr

Rudi Roubinek hat eine Leidenschaft für alte Autos. Mit seinem alten Porsche fährt er durchs Land und trifft eine Gruppe von Autonarren, die ihre Fahrzeuge zwar auch lieben, aber einen ganz anderen Stil pflegen. Sie sind nämlich eine eingeschworene Gemeinschaft, die Tuner. Ursprünglich schauen ihre Autos aus wie die von allen anderen, doch bei ihnen bleibt nichts beim Alten. Als erstes wird das ganze Gestell tiefer gestellt, die Reifen getauscht und der Motor bekommt ein Upgrade. Ihre Autos sind ihr ganzer Stolz. Am Rübenplatz in Ebenfurth zeigt eine Gruppe junger Tuner, was ihre Autos können. Und sie durften sich auch Rudis Auto ein bisschen anschauen, denn da ist schon ein großer Unterschied zwischen einem tiefergelegten Golf und einem alten Porsche.

Das ganz normale Verhalten der Österreicher 
...beim Autofahren

ORF/Neulandfilm

Tunergruppe Sportivecarsaustria in Ebenfurth.

Danach besucht Rudi den Oldtimerliebhaber Egmont Wimmeder. Er lebt versteckt mit seiner Frau im nördlichen Oberösterreich. Vor 20 Jahren hat er sich hier eine alte Hammerschmiede gekauft, die er seither liebevoll renoviert und auf den neusten Stand bringt. Auf dem 40.000 Quadratmeter großen Grund hat er nicht nur eine eigene Eisenbahn - ja eine echte, keine Modelleisenbahn - sondern auch eine große Werkstatt, in der er seine Schätze aufbewahrt. Genauer gesagt sieben top gepflegte und restaurierte Jaguars alle Baujahr vor 1970, denn danach werden sie für ihn „hässlich“. Er kauft sie, richtet sie her und verkauft sie. Über 130 verschiedene waren schon ihn seinem Besitz und er kann sie alle noch aufzählen. Wichtig ist ihm, dass alle seine Autos fahrbar sind, mit seiner „schwarzen Katze“ fährt er gerne aus, auch mal weitere Strecken, sogar bis England. Egmont ist ein sehr philosophischer Mensch, er hat sehr viel aufgegeben, um das Leben leben zu können, das er führt. Aber er sieht darin keinen Verlust, denn er kann jetzt seiner Leidenschaft nachgehen.

Das ganz normale Verhalten der Österreicher 
...beim Autofahren

ORF/Neulandfilm

Rudi Roubinek mit Jaguarsammler Egi in der Werkstatt in Diersbach.

Weiter geht es zu Andreas Aigner, einem österreichischen Ralleyfahrer, der 2008 sogar die Weltmeisterschaft gewann. Das Besondere: Andreas hat eine Frau an seiner Seite - seine Frau. Und das nicht nur als mentale Unterstützung, sondern auch am Beifahrersitz. Sie haben sich bei einem Rennen kennengelernt. Einige Jahre später, durch einen Ausfall von Andreas’ Beifahrer, ist Babs eingesprungen - ein Dreamteam war geboren. Rudi darf ihn und Babs zu Hause besuchen. Sie zeigen Bilder aus alten Zeiten und erzählen Geschichten, wie sie gemeinsam bucklige Landschaften und Pisten gemeistert haben. Dann geht’s vom Reden in die Praxis, Andreas holt sein Wettbewerbsfahrzeug aus der Garage. Was für ein Glück, dass er beim ÖAMTC-Fahrtechnikgelände in Kalwang arbeitet und Rudi dort zeigen kann, was man aus dem Auto alles so rausholen kann. Rudi wird ganz schon durchgerüttelt. Es geht wild um die Kurve, durch die Wasserfontäne auf die Beschleunigungspiste. Direkt vom Gelände aus gibt es eine kurvige Straße, die durch den Wald und den Berg hinauf führt. Dort zeigen Andreas und Babs, wie sie sich auf ein Rennen vorbereiten.

Das ganz normale Verhalten der Österreicher 
...beim Autofahren

ORF/Neulandfilm

Rudi Roubinek mit Ralleypilot Andreas Aigner in Kalwang.

Zuguterletzt besucht Rudi Roubinek die „Nachwuchs-Laudas“. GoKart fahren ist nicht nur was für Kinder, für Daniel aus Obertrum am See in Salzburg zählt es seit seinem 7. Lebensjahr zu seiner Leidenschaft. Er ist 27 Jahre alt und gemeinsam mit dem 14-jährigen Sohn seiner Stiefmutter, zieht es die beiden regelmäßig auf die Rennstrecke. Das gemeinsame Fahren und Tüfteln ist es, was die beiden verbindet. Sie sind Rennkart-Fahrer, diese Rennkarts dürfen nicht überall gefahren werden, darum begleitet Rudi sie auf ihre Heimstrecke in Ampfing, gleich nach der deutschen Grenze. Auf der Strecke legen sie so richtig los und auch der Kleine fährt schon bei den Großen mit. Beim GoKard fährt man nämlich ab dem 14. Lebensjahr in der Erwachsenenliga. Immer dabei Papa Mani, er ist nicht nur Chef vom Fahrerlager, sondern auch Sponsor, denn Kartfahren ist ein teures Hobby.

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...beim Autofahren

ORF/Neulandfilm

GoKart Liebhaber Vater Manfred und Sohn Martin in Ampfing.

Reportage, 2020


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