Werktäglich aktuelle Kulturnachrichten

KulturHeute Spezial von den Salzburger Festspielen

Peter Fässlacher meldet sich heute mit einer Spezialausgabe von KulturHeute zu den Salzburger Festspielen. Bühnenkritiker Heinz Sichrovsky ist vor Ort und hat die ersten Premieren besucht.

Montag, 3.8.2020, 19.45 Uhr
Wh. Di 05.35 Uhr

Salzburger Festspiele mit „Elektra“ eröffnet

Die diesjährigen Salzburger Festspiele werden ohne Zweifel in die Geschichte eingehen. Aufgrund von Corona ein logistischer und auch wirtschaftlicher Kraftakt. Vorerst aber überwiegt einmal die Freude: die 100. Jubiläumsausgabe wurde am Wochenende eröffnet. Die erste Premiere: Richard Strauss’ Drama „Elektra“. Heinz Sichrovsky berichtet, wie es ihm gefallen hat.

Sichrovskys Foyer: „Elektra“

Bühnenkritiker Heinz Sichrovsky beurteilt die „Elektra“-Premiere bei den Salzburger Festspielen.

„Cosi fan tutte“

Es war die zweite von nur zwei Opernpremieren bei den heurigen Salzburger Festspielen. Am Sonntag Nachmittag hatte im Großen Festspielhaus Mozarts „Cosi fan tutte“ Premiere. Die Oper wurde kurzfristig - sozusagen als Notproduktion - angesetzt und in reduzierter Fassung erarbeitet, damit die strengen Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden können. Heinz Sichrovsky berichtet.

Sichrovskys Foyer: „Cosi fan tutte“

Bühnenkritiker Heinz Sichrovsky beurteilt die Premiere von „Cosi fan tutte“ bei den Salzburger Festspielen.

Uraufführung von Peter Handkes „Zdenek Adamec“

Am Sonntag Abend wurde im Landestheater Salzburg Peter Handkes Stück „Zdenek Adamec“ uraufgeführt. Der Literaturnobelpreisträger erzählt darin die wahre Geschichte des titelgebenden Mannes, der sich 2003 - im Alter von 18 Jahren - in Prag am Wenzelsplatz verbrannt hat.

Sichrovskys Foyer: „Zdenek Adamec“

Bühnenkritiker Heinz Sichrovsky beurteilt die Uraufführung von „Zdenek Adamec“.

Kulturmeldungen des Tages:

  • Doku über Elfriede Jelinek entsteht
    Die Regisseurin Claudia Müller plant den ersten ausführlichen Kino-Dokumentarfilm über die Autorin und Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Gefördert wird sie vom Filmfonds Wien, der bei der dritten Jurysitzung des Jahres insgesamt 1,33 Mio. Euro an neun Projekte vergeben hat. Die Doku soll den Titel „Elfriede Jelinek - Die Sprache von der Leine lassen“ tragen. Müller plant neben Jelineks Biografie auch ihr Werk, die künstlerischen Einflüsse und den gesellschaftlichen Kontext ihrer Texte näher zu beleuchten.
  • Bafta-Fernsehawards verliehen
    Am vergangenen Freitag wurden in einer corona-bedingt virtuellen Show die BAFTA TV Awards verliehen. Unter den Gewinnern waren die Netflix-Dramaserie „When they see us“, die 84-jährige Glenda Jackson wurde als beste Schauspielerin in „Elizabeth is Missing“ ausgezeichnet, Jared Harris als bester Schauspieler in „Chernobyl“ und Sian Clifford für ihre Leistung in „Fleabag“. „The End of the F...Ing World“ wurde als Beste Dramaserie ausgezeichnet, die Macher von „Chernobyl“ konnten sich über den Preis als Beste Mini-Serie freuen. „Luther“-Star Idris Elba bekam den Special Award für sein Engagement in der britischen TV-Industrie.
  • 25 Jahre „Before Sunrise"
    Richard Linklaters Film "Before Sunrise“ wird heuer 25 Jahre alt. Der Liebesfilm mit Ethan Hawke und Julie Delpy in den Hauptrollen spielt an einem Sommerabend und der darauffolgenden Nacht in Wien. Neben den beiden Hollywoodstars spielen in dem Kultfilm auch Erni Mangold, Hanno Pöschl und Andrea Eckert mit. Der Film, dem noch zwei weitere folgten, dient bis heute vielen Touristen als eine Inspiration für den Wien-Urlaub - was nicht zuletzt an zahlreichen unter dem Hashtag #beforesunrise geposteten Fotos auf Instagram sichtbar ist.
  • Theaterexperiment: 14 Tage im Glascontainer
    Vom 7. bis 16. August findet in Litschau zum dritten Mal das Festival „Hin & weg. Tage für zeitgenössische Theaterunterhaltung“ statt. Bereits am vergangenen Samstag startete die erste Produktion: zwei Wochen inszenieren fünf Mitglieder der Schauspielgruppe kollekTief unter dem Titel „Bitte nicht berühren“ ihr Leben in Selbstisolation. Untergebracht sind sie in Glasboxen, in denen sie von Besuchern des Theaterfestivals rund um die Uhr beobachtet werden können. Der persönliche Kontakt zur Außenwelt ist abgeschnitten. Am 15. August soll die Isolation in einer gemeinsamen Performance auf der Bühne enden.
  • Kärnten: „Grenz“-Band zieht sich durch Ort
    Bis Oktober legt sich in St. Jakob im Rosental ein breites rotes Band rund 500 Meter durch die Landschaft. Das Band symbolisiert im Rahmen eines Kunstprojektes eine Grenze, die Kärnten vage in ein einsprachiges und ein deutsch- und slowenischsprachiges Gebiet teilt. „Grenz will keineswegs die Gesellschaft spalten“, so Mitinitiatorin Alina Zeichen. „Als Volksgruppenzugehörige spürt man auch heute noch ein Gefälle zwischen sich und der Mehrheitsgesellschaft. Dazu stellen wir Fragen.“ Zum ersten Mal beteiligt sich der 1903 gegründete Kulturverein Rož an Feierlichkeiten, die den 10. Oktober als Anlass nehmen. Bisher feierte man damit, dass man gegen Jugoslawien gestimmt und Kärnten „gerettet“ hatte.

Dieser Sendungsteil kann aus rechtlichen Gründen nicht im Internet gezeigt werden.

Die Festspielpräsidentin im Interview

ORF-III-Moderator Peter Fässlacher spricht mit Helga Rabl-Stadler über die Premieren am Wochenende und die strengen Sicherheitsmaßnahmen.

Die ersten Jahre der Salzburger Festspiele

Ausschnitte und Originalmaterial geben Einblick in besondere Momente der Entstehung und ersten Jahre der Salzburger Festspiele. Heute mit Max Reinhardt, Hugo von Hofmannsthal und Andreas Moissi, dem ersten „Jedermann“.

Moderation und Redaktion:
Ani Gülgün-Mayr, Peter Fässlacher und Patrick Zwerger

Kulturmagazin, 2020


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • KulturHeute

    Patrick Zwerger mit aktuellen Meldungen aus der Kulturwelt.

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  • KulturHeute

    Ani Gülgün-Mayr mit aktuellen Meldungen aus der Kulturwelt.

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