Werktäglich aktuelle Kulturnachrichten

KulturHeute

Patrick Zwerger mit aktuellen Meldungen aus der Kulturwelt.

Donnerstag, 2.7.2020, 19.45 Uhr

Schweigemarsch der Künstlerinnen und Künstler

Die österreichischen Kunst- und Kulturschaffenden wurden von der Corona-Pandemie schwer getroffen. Mittlerweile gibt es zwar einige Lockerungen - aber vor allem freischaffende Künstlerinnen und Künstler sind nach wie vor von der Krise betroffen. Mit einem Schweigemarsch durch die Wiener Innenstadt hat man darauf aufmerksam gemacht.

Donauinselfest

Dieser Tage hätte in Wien das Donauinselfest mit rund drei Millionen Besucher über die Bühne gehen sollen. Coronabedingt hat die Stadt Wien ein Ersatzprogramm gestartet: 80 Tage lang wird ein Tour-Bus durch Wien fahren, auf dessen Dach insgesamt 240 kleine Konzerte gespielt werden.

styriarte eröffnet

Die styriarte ist das erste große Kulturfestival nach der Corona-Krise. Eröffnet hat man mit einer Polit-Oper in der Helmut-List-Halle in Graz, in der auch der Bundespräsident eine Sprechrolle hatte.

Künstliche Intelligenz in der Musik

Es gibt immer mehr Projekte, die versuchen, Künstliche Intelligenzen auch Kunstwerke erschaffen zu lassen - vor allem in der Musik. Könnte Künstliche Intelligenz also in Zukunft menschliche Komponistinnen und Komponisten ersetzen? Barbara Pichler-Hausegger ist dieser Frage nachgegangen.

Kulturmeldungen des Tages:

  • Umbau des Wien Museums beginnt
    Der Umbau und die Generalsanierung des Wien Museums beginnt: das einjährige Vergabeverfahren für die Beauftragung eines Generalunternehmers wurde nun abgeschlossen, teilte das Museum gestern mit. Nun werde trotz der coronabedingten Komplikationen im vorgegebenen Zeitplan und im Kostenrahmen von 108 Mio. Euro mit dem Umbau begonnen, heißt es. Die Bauzeit wird mit drei Jahren veranschlagt, die Eröffnung des neuen Wien Museums ist für Herbst 2023 geplant.
  • TikTok rettet Judi Dench das Leben
    Die Shakespeare-Schauspielerin Dame Judi Dench hat einen ungewöhnlichen Weg gefunden, sich während des Lockdowns zu beschäftigen: mit ihrem 22-jährigen Enkel Sam Williams drehte sie virale Videos auf TikTok. „Tiktok hat mein Leben gerettet“, sagte die 85-jährige Oscar-Preisträgerin in einem Interview über die verschiedenen Sketche und Tanznummern, die regelmäßig mehr als 100.000 Likes sammeln. Dench choreografierte viele der Tanzroutinen selbst, während Williams die Bearbeitung übernahm.
  • Madrids Teatro Real mit Gesichtsmasken
    Das Teatro Real in Madrid wurde gestern mit Verdis „La Traviata“ wiedereröffnet. Sowohl Besetzung als auch das Orchester trugen Gesichtsmasken. Jede Bewegung auf der Bühne wurde sorgfältig berechnet, um Solisten zwei Meter voneinander entfernt zu halten. Die Temperatur aller Künstler und auch der Zuschauer wurde gemessen. Die Pause wurde auf 40 Minuten verlängert, um Menschenmassen oder lange Warteschlangen zu vermeiden.
  • Chimamanda Ngozi Adichie gewinnt Hesse-Preis
    Der Internationale Hermann-Hesse-Preis geht in diesem Jahr an die nigerianische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie und ihre Übersetzerin Judith Schwaab. Gewürdigt wird der 2003 erschienene erste Roman Adichies, „Blauer Hibiskus“, den Schwaab später aus dem Englischen ins Deutsche übersetzte. „Selten haben wir einen so spannenden und ausgereiften Roman gelesen, in dem alles stimmte“, begründete die Jury ihre Wahl. Der Preis ist mit 20.000 € dotiert.

Dieser Sendungsteil kann aus rechtlichen Gründen nicht im Internet gezeigt werden.

Centre Pompidou öffnet mit Christo-Ausstellung

Der Künstler Christo und seine Frau Jeanne-Claude waren für ihre spektakulären Verhüllungsprojekte bekannt. Vor wenigen Wochen ist Christo gestorben und kann somit die Umsetzung seines letzten Projekts nicht mehr miterleben. Denn heuer hätte Christo den Pariser Triumphbogen verhüllen sollen - doch das Projekt musste coronabedingt verschoben werden. Im Pariser Centre Pompidou ist nun eine Ausstellung über das Künstlerpaar zu sehen, mit der das Museum gestern wiedereröffnet wurde.

Eröffnung Virtual Production Studio Wien

In der Gösserhalle in Wien ist ein neues Filmstudio entstanden. Mittels moderner Technologie ist es dort möglich, beliebige Hintergründe zu programmieren. Wien soll somit zu einem gefragten Drehort für internationale Filmproduktionen werden.

Logo der neuen US-Weltraumstreitkräfte erinnert an Star Trek

Das Logo der neuen US-amerikanischen Weltraum-Streitkräfte erinnert stark an das Abzeichen aus „Star Trek“. Mit dem Projekt „Space Operations Command“, passenderweise „SpOC“ abgekürzt, sollen die USA laut Trump zur Nummer eins im Weltraum werden.

Sonderausstellung „Hexen und Zauberer“ auf der Burg Werfen

Von den Salzburger Hexenprozessen bis zu aktueller Zauberkunst: auf der Burg Hohenwerfen in Salzburg dreht sich alles um Zauberei und Magie. Im Zentrum steht dabei der „Zauberer Jackl“, eine mystische Figur aus dem 17. Jahrhundert.

Moderation und Redaktion:
Ani Gülgün-Mayr, Peter Fässlacher und Patrick Zwerger

Kulturmagazin, 2020


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • KulturHeute

    Ani Gülgün-Mayr mit aktuellen Nachrichten aus der Kulturwelt.

  • KulturHeute Spezial von den Salzburger Festspielen

    Peter Fässlacher meldet sich heute mit einer Spezialausgabe von KulturHeute zu den Salzburger Festspielen. Bühnenkritiker Heinz Sichrovsky ist vor Ort und hat die ersten Premieren besucht.

  • KulturHeute

    Ani Gülgün-Mayr mit aktuellen Nachrichten aus der Kulturwelt.

  • KulturHeute

    Ani Gülgün-Mayr mit aktuellen Nachrichten aus der Kulturwelt.