Naturfilm

Wilde Reise mit Erich Pröll: Exoten unter uns

Erich Pröll hat sich in Urfahr-Umgebung (Oberösterreich) umgesehen und so manche tierische oder pflanzliche Überraschung vor die Kamera bekommen.

Exoten unter uns

Dokumentation, 2012↲
(Originaltitel: „Einwanderer aus fernen Ländern“)

Donnerstag, 4.6.2020, 20.15 Uhr
Wh. Fr 01.15 Uhr, Sa 05.15 Uhr,
Mo 05.20 Uhr

Der Klimawandel hat gravierende Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt. Auch in Europa vollziehen sich ökologische und biologische Verschiebungen. Durch die warmen Winter werden viele Exoten in unseren Breiten heimisch. Erich Pröll hat sich im oberösterreichischen Urfahr-Umgebung auf die Suche nach exotischen Pflanzen und Tieren gemacht, die auch aufgrund des Klimawandels in Europa gelandet sind.

„An manche Pflanzen oder Tiere hat man sich schon so gewöhnt, dass man sie gar nicht mehr als Einwanderer wahrnimmt; andere wieder sind so selten, dass man sie kaum zu Gesicht bekommt“, erzählt Erich Pröll anlässlich der Dreharbeiten zu dieser Dokumentation.

Zu den Pflanzen, die längst fixer Bestandteil der Flora in Urfahr-Umgebung geworden sind, gehören nach Meinung Prölls der japanische Knöterich, das aus Indien stammende Springkraut und die kanadische Goldrute, die im Spätsommer mit gelben Blüten den Bezirk überschwemmt: “Die meisten eingewanderten Pflanzen schaden den Menschen nicht direkt, sie verdrängen jedoch heimische Arten. Anders sieht das jedoch beim Riesenbärenklau aus, der bei Berührung mit der Haut zu Blasen führt, die an schwere Verbrennungen erinnern.„ Nutzpflanzen, die seit Jahrhunderten auch in Europa angepflanzt werden, sind ebenfalls Opfer von Schädlingen, die sie auch in ihren Heimatländern befallen: der Kartoffelkäfer und seine gefräßigen Larven oder der Maiszünsler sind nur einige Beispiele.

Begünstigt durch den Klimawandel finden auch immer neue Tierarten in Urfahr-Umgebung eine neue Heimat. Die Wespenspinne, die sich häufig in den Auwäldern des Bezirks findet, ist eines der bekanntesten – und vielleicht schönsten – Beispiele für einen tierischen Einwanderer, der die wärmer werdenden Temperaturen zu lieben gelernt hat.

Erich Pröll: “Aus wirtschaftlichen Gründen wurde der amerikanische Signalkrebs ausgesetzt. Aquarien-Besitzer sind hingegen schuld, dass sich harmlose Quallen – ursprünglich in China beheimatet – oder Muscheln, die aus dem Kaspischen Meer stammen, auch in den Gewässern in Urfahr-Umgebung wohlfühlen."

Wilde Reise mit Erich Pröll 
Exoten unter uns 
Originaltitel: Einwanderer aus fernen Ländern

ORF/Erich Pröll/Hans Werner Hamberger

Erich Pröll und ein Stör im Donaufischbecken

Dokumentation, 2012
(Originaltitel: „Einwanderer aus fernen Ländern“)


Weitere Sendungen dieser Reihe:

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