Werktäglich aktuelle Kulturnachrichten

KulturHeute

Ani Gülgün-Mayr berichtet aus der Kulturwelt in Zeiten der Corona-Pandemie.

Dienstag, 19.5.2020, 19.45 Uhr
Wh. Mi 06.35 Uhr

Bühne für Österreich

Heute steht eine Künstlerin auf der ORF-III-Bühne für Österreich, über die Ernst Molden sagt, dass die Klarheit ihrer Texte niemals auf Kosten der Poesie geht. Anna Mabo beschreibt sich selbst als eine Mischung aus Qualtinger und Britney Spears".

Nachfolge von Ulrike Lunacek

Gestern zu später Stunde hat der Erweiterte Bundesvorstand der Grünen in einer Videokonferenz eine neue Kultur-Staatssekretärin bestimmt. Heute Vormittag wurde sie präsentiert. Andrea Mayer war sehr lange die wichtigste Beamtin im Kulturministerium und die letzten Jahre hat sie das Kabinett des Bundespräsidenten geleitet. Der Job der Kulturstaatssekretärin wird alles andere als einfach berichtet Barbara Pichler-Hausegger.

Kulturmeldungen des Tages:

  • Klagenfurt: „For Forest"-Prozess
    Klaus Littmann, der Initiator des Projektes „For Forest“ im Klagenfurter Stadion klagt seinen ehemaligen Geschäftspartner auf 39.000€. Dies sei aber nur ein Teilbetrag. Im Februar hatte bereits die Gegenseite - der Bauunternehmer Herbert Waldner - 63.000€ gegen Littmann geltend gemacht. Dieser habe mehrfach den vorgegebenen Budgetrahmen überschritten. Unter anderem auch beim Auftritt des Burgtheater-Ensembles, das im Stadion eine Leseprobe aus Kleists „Hermannschlacht“ gab. Als Zeugen befragt werden sollen Burgtheater-Direktor Martin Kusej und der Musiker Oliver Welter, der bei der Eröffnung des Kunstprojekts auftrat.
  • Wien: Leopold Museum öffnet wieder
    Das Leopold Museum öffnet am 27. Mai wieder. Unter anderem zu sehen: Die Hundertwasser-Schiele-Ausstellung, die nach ihrer Eröffnung nur rund zweieinhalb Wochen zu sehen war. Sie befasst sich anhand bedeutender Werke der beiden Künstler mit der Gegenüberstellung von Friedensreich Hundertwasser und Egon Schiele. Einige besondere Aktionen hält das Museum für die ersten Besucher parat: So bekommen die ersten 100 am 27. Mai ein Goodie-Bag, am 28. Mai bekommen die ersten 100 Online-Ticketkäufer 50% Ermäßigung.
  • Philharmoniker: Geringe Infektionsgefahr beim Musizieren
    Nur ein geringes Infektionsrisiko mit dem Coronavirus besteht offenbar durch die Atemluft von Musikern. Zu diesem Ergebnis kommen die Wiener Philharmoniker nach einem entsprechenden Experiment. Die Musiker trugen dafür Sonden in der Nase. Auch der Aerosol-Ausstoß aus den Instrumenten wurde gemessen, dabei stellte man „kaum oder nur kaum sichtbares Aerosol“ fest. Ausreißer war hier allerdings die Querflöte mit bis zu 75cm weit entwichener Atemluft. Philharmoniker-Vorstand Daniel Froschauer schließt daraus, „dass es fast unmöglich ist, sich am Pult anzustecken“. Das Orchester will im Juni wieder beginnen zu proben, vor allem auch für die Balletteinlagen beim Neujahrskonzert.
  • Venedig: Biennalen verschoben
    Die großen Schauen zu Architektur und Kunst in Venedig müssen um jeweils ein Jahr verschoben werden. So soll die Architektur-Biennale nun im Mai 2021 starten, die Kunst Biennale im April 2022. Die Veranstalter teilten mit, dass die ursprünglichen Daten aufgrund der Krisensituation nicht zu halten sind. Norditalien ist von der Corona-Pandemie besonders betroffen.
  • Rom: Raffael-Ausstellung öffnet wieder
    Die große Raffael-Ausstellung anlässlich des 500. Todestages soll am 2. Juni wieder öffnen. Die Ausstellung musste Anfang März wegen der Covid-19-Pandemie nach nur drei Tagen geschlossen werden. Nun wird sie bis Ende August verlängert. Das sei nur „dank der Solidarität der Sammler und Museen möglich, die die Werke geliehen haben“, so die Organisatoren. Die Leihgaben stammen unter anderem aus dem Louvre, der Albertina und dem British Museum in London. Zu sehen sind rund 120 Gemälde und Zeichnungen des 1483 geborenen Universal-Künstlers. Die Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Besucher und Mitarbeiter der Ausstellung sollen streng ausfallen.

Dieser Sendungsteil kann aus rechtlichen Gründen nicht im Internet gezeigt werden.

Reaktionen der Kulturszene auf Staatssekretärin Andrea Mayer

Bei ihrem ersten öffentlich Auftritt betonte die designierte Staatssekretärin Andrea Mayer die Bedeutung von Österreichs Kulturszene und stellte Kunstschaffenden in der Corona-Krise finanzielle Unterstützung in Aussicht. Nicht nur von Vizekanzler Werner Kogler gab es da heute Vorschusslorbeeren für Andrea Mayer. Auch für die Kulturbranche gilt sie als Hoffnungsträgerin.

Österreichische Designerin erfolgreich in Los Angeles

Die Architektin und Designerin Julia Körner hat in den USA Karriere gemacht. Sie lebt und arbeitet in Los Angeles, und beschäftigt sich vor allem mit 3D-Design. Sie hat bereits mehrere internationale Preise bekommen - der Oscar für Kostümdesign vergangenes Jahr für den Film Black Panther ging indirekt auch an sie. ORF-Korrespondentin Hannelore Veit hat sie in ihrem Studio in L. A. besucht.

Moderation und Redaktion:
Ani Gülgün-Mayr, Peter Fässlacher und Patrick Zwerger

Kulturmagazin, 2020


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • KulturHeute

    Patrick Zwerger berichtet aus der Kulturwelt in Zeiten der Corona-Pandemie.

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