Werktäglich aktuelle Kulturnachrichten

KulturHeute

Patrick Zwerger berichtet aus der Kulturwelt in Zeiten der Corona-Pandemie.

Freitag, 15.5.2020, 19.45 Uhr
Wh. Sa, So und Mo 06.35 Uhr

Kultur-Neustart: Lockerungen ab Ende Mai

Lange war er ersehnt worden, am Freitag nannte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) nun den Fahrplan für die Öffnung des Kulturbetriebs. Demnach sind ab 29. Mai Veranstaltungen bis 100 Personen erlaubt, in weiterer Folge werde es im August auch Veranstaltungen von bis zu 1.000 Personen geben können. Grünen-Chef Werner Kogler nahm auch zum Rücktritt von Ulrike Lunacek Stellung.

Sichrovsky (ORF) über die Vorgaben im Kulturbereich

Kulturexperte Heinz Sichrovsky erklärt, wie die Kunst- und Kulturbranche mit den von der Regierung präsentierten Vorgaben umgehen können wird.

Gemischte Reaktionen nach Lunacek-Rücktritt

Gemischt sind heute die Reaktionen aus der Opposition auf den Rücktritt von Ulrike Lunacek als Staatssekretärin: die FPÖ sieht die Chance auf eine komplette Regierungsumbildung und verlangt auch den Rücktritt anderer Regierungsmitglieder. Ulrike Lunacek sei völlig alleine gelassen worden, sagt der Kultursprecher der NEOS, Sepp Schellhorn. Und als persönliche Entscheidung bezeichnet die SPÖ Lunaceks Abschied.

Ulrike Lunacek musste viel Kritik von Seiten der Kulturschaffenden einstecken. Die fühlten sich im Stich gelassen von der österreichischen Bundesregierung - nach dem Motto: „Wir Kulturschaffenden mussten als erste alles absagen - und sind die letzten, die wieder aufsperren und auch die letzten, die finanziell unterstützt werden.“

Analyse von Ingrid Thurnher (ORF)

ORF-III-Chefredakteurin Ingrid Thurnher spricht über den Rücktritt der Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek und analysiert den weiteren Fahrplan der Regierung.

Reaktionen aus der Kultur

Viele Kulturschaffende fühlen sich seit Beginn der Corona-Krise sich im Stich gelassen von der Bundesregierung. Hier einige Reaktionen auf den Rücktritt der Kulturstaatssekretärin.

Kulturmeldungen des Tages:

  • Art-for-Art: Geschäftsführer zurückgetreten
    Der erst vor wenigen Wochen bestellte Art-for-Art-Geschäftsführer Axel Spörl ist nach nur zehn Tagen im Amt zurückgetreten. Grund dafür ist ein offensichtlich geschönter Lebenslauf. Eine angebliche Dissertation Spörls ist nicht auffindbar und sein angeblicher Doktorvater gab an, Spörl gar nicht zu kennen. Die Bundestheater Holding hat den Rücktritt mit sofortiger Wirkung angenommen. Die weiteren Schritte zur Nachbesetzung der Stelle sollen nach Abstimmung mit dem Ministerium in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden.
  • Dirigent Ezio Bosso gestorben
    Der italienische Dirigent, Pianist und Komponist Ezio Bosso ist im Alter von 48 Jahren gestorben. Bosso studierte an der Wiener Akademie und hat in seiner Karriere mit einigen der berühmtesten Orchestern der Welt gearbeitet. Seit 2011 litt er an einer neurodegenerativen Krankheit. Erst vor wenigen Tagen ist Bosso im italienischen Fernsehen aufgetreten und hat den Menschen in Zeiten der Corona-Krise Mut zugesprochen.
  • 180 Stunden Beethoven
    Anlässlich des 250. Geburtstags von Ludwig van Beethoven ist im Lebensbaumkreis „Am Himmel“ in Wien Döbling das Gesamtwerk des Komponisten zu hören. Alle 722 Werke Beethovens, also rund 180 Stunden Musik, werden in der Veranstaltungsreihe „Ludwig am Himmel“ open air erklingen. Zudem ist ab morgen jeden Samstag Wolfgang Mitterers Komposition „Nine in One“ zu hören, bei der Beethoven-Symphonien mit elektronischen Klängen vermischt werden.

Dieser Sendungsteil kann aus rechtlichen Gründen nicht im Internet gezeigt werden.

Erste Museen öffnen ihre Tore

Ab heute dürfen in ganz Österreich Museen und Tiergärten wieder aufsperren - vorausgesetzt es können die verordneten Sicherheitsmaßnahmen und Abstandsregeln eingehalten werden. In Wien haben das Untere Belvedere und das Schloss Schönbrunn wieder geöffnet. Viele Häuser, wie etwa die Österreichischen Bundesmuseen bleiben allerdings noch geschlossen. Und auch in Salzburg haben nur wenige die Möglichkeit genützt, heute aufzusperren.

„Wir spielen für Österreich“ aus der Stiftung Mozarteum

Am Sonntag, dem 24. Mai, wird die nächste Auflage der ORF-III-Konzertreihe „Wir spielen für Österreich“ stattfinden. Diesmal aus dem Festsaal des Mozarteum in Salzburg. Mit dabei sind u. a. Rolando Villazón, Emmanuel Tjeknavorian sowie Cornelius Obonya, berichtet Rainer Keplinger.

Moderation und Redaktion:
Ani Gülgün-Mayr, Peter Fässlacher und Patrick Zwerger

Kulturmagazin, 2020


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